Feierliche Übergabe der Gesellenbriefe durch die Kreishandwerkerschaft

Rosige Zukunft für Freigesprochene

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Die Zimmerleute in ihrem schmucken Arbeitszeug waren der Blickfang bei der Feier.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Für 38 Nachwuchshandwerker der Rotenburger Innungen, unter anderem der Baugewerke, Friseure, Maler und Lackierer, Zimmerer Gebäudetechnik und des Kraftfahrzeughandwerks, haben sich die Anstrengungen in der Berufsschule und im Ausbildungsbetrieb gelohnt.

Sie sind am Donnerstagabend in der Aula der Rotenburger Berufsbildenden Schulen (BBS) während einer Feierstunde vom Kreislehrlingswart Hans-Dieter Henke freigesprochen worden.

Kreishandwerksmeister Norbert Schmudlach (l.) mit Jungmeistern.

„Ihr habt Eure Ausbildung geschafft. Das war sicher nicht immer einfach“, sagte der Referent für Kirche und Handwerk der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover, Pastor Claus Dreier. In seiner Rede blickte er für die Absolventen auf die Ausbildungszeit zurück. „Ihr habt gelernt, pünktlich zu sein und Ordnungen einzuhalten.“ Die jungen Gesellen seien während der vergangenen drei Jahre erwachsen geworden – sagte aber einschränkend: „Behaltet dennoch noch etwas von eurem jugendlichen Elan.“

Unsere Gesellschaft brauche Querdenker, mutige Entscheider, die Versuche wagen, Irrtümer feststellen – also Menschen, die was können und etwas bewegen wollen. Dafür sei auch im Handwerk viel Raum: Dazu gehören mitdenken, weiterdenken und sich einbringen. Mit der Freisprechung sei die Zeit der Bemutterung vorbei „Ihr könnt erst mal machen, was ihr wollt“, so Dreier. Das bedeute aber auch Verantwortung für das eigene Leben. Das hätten sie nun selbst in der Hand. „Ihr könnt die Welt mitgestalten“, forderte er die jungen Gesellen auf, nun nicht die Hände in den Schoß zu legen.

Sie haben alle mit der Note „gut“ ihre Prüfung bestanden.

Unter dem Applaus der Eltern, Ehrengäste aus Politik und Verwaltung sowie den Freunden und Ausbildern sind die jungen Handwerker zuvor stolz und ziemlich erleichtert in den Festsaal der BBS einmarschiert. Musikalisch wurde die Zeremonie vom Ulli Torspecken aus Rhadereistedt am Klavier begleitet. Vorbei war die schwere Zeit vor den theoretischen und praktischen Prüfungen.

In seiner Rede betonte Kreishandwerksmeister Norbert Schmudlach, dass die Ausbilder ihr Wissen und ihre Fertigkeiten an die Auszubildenden gut weitergegeben hätten. Das Ende der Ausbildungszeit sei aber nicht das Ende der Lernzeit. Er brachte es auf einen Nenner: „Weiterbilden lohnt sich.“ Mit dem Lohne meinte er sicherlich auch damit die sechs Jungmeister, die von ihm später ihre Meisterbriefe erhielten.

Freispruch der Nachswuchshandwerker

Der Kreislehrlingswart über nahm nach den Reden den feierlichen Akt der Freisprechung. Die Absolventen hatten sich dazu von den Stühlen erhoben. „Ich spreche Euch Kraft meines Amtes frei. Ein jeder jetzt Geselle sei.“ Dann erhielten die Gesellen ihre Zertifikation.

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