Rollentausch gibt Szenen für Ramon Piersons Komödie den letzten Schliff

Irrwitzige Menschen im Park

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Frederik Link (Mike) braucht „Stoff. Um ihn zu bekommen , ist ihm jedes Mittel recht.

Rotenburg - „Halt, diese Szene spielen wir noch einmal. Du musst Deinen Frust noch stärker zum Ausdruck bringen. Komm voll aus Dich raus. Das Publikum muss sehen, was in Dir vorgeht“. Der Regisseur der Amateurschauspielergruppe Rollentausch, Heribert Eiden, ist voll in seinem Element – er gibt seine Anweisungen an die Mimen. Die einzelnen Szenen erhalten ihren Feinschliff. Bis zur Premiere der Komödie „Im Park“ von Ramon Pierson in der Aula der Theodor-Heuss-Schule in knapp zwei Wochen soll alles perfekt klappen.

Die Amateurschauspieler der Truppe Rollentausch von der Kulturinitiative haben sich mit den Aufführungen in der Vergangenheit einen äußerst guten Ruf erworben, und den wollen sie bestätigen. Zu den alten Hasen auf der Bühne sind neue, junge Gesichter hinzugekommen. Die älteste Schauspielerin in diesem Ensemble ist übrigens Anneliese Börner mit 97 Jahren. „So lange ich diese Treppe noch hoch komme, spiele ich weiter“, zeigt sie auf die fünf Stufen zur Bühne. Zu den neuen Akteuren gehört Frederik Link (25). Er kommt ursprünglich aus Syke, arbeitet im Diako und ist inzwischen nach Rotenburg gezogen. Er habe schon in den Kindheitstagen ein Faible für die Schauspielerei gehabt. Durch eine Kollegin ist er dann auf Rollentausch aufmerksam geworden. Schnell hatte Eiden erkannt, dass der junge Mann Talent hat. In diesem Stück spielt der Neue gleich zwei Rollen. „Ich bin bei den Stammspielern super aufgenommen worden und fühle mich pudelwohl hier“, freut sich Link, nun dazu zu gehören.

Zum Stück: Wir Menschen sind eine merkwürdige Spezies der Evolution. Manche von ihnen sind kontaktfreudig und andere gehemmt. Manchmal ist der Mensch gebildet und sprachgewandt – aber oft ohne Emotionen und menschliche Kontakte. Mit der Sprache versuchen wir, zum Herz des anderen Menschen vorzudringen. Manchmal klappt‘s ...

Diese Menschen begegnen sich meistens zufällig, irgendwo in einem Park. Darunter sind Einzelgänger und Eigenbrötler. Dabei kommt es zu irrwitzigen und rührenden Szenen, zu Zusammenstößen und zur Gewaltanwendung. Es gibt auch Menschen, die sich innig lieben, die aber merken, dass die Sprache gar nicht all das transportieren kann, was man der Geliebten immerzu sagen möchte.

Für den roten Faden dieses absurden Stücks – ob es wirklich eine Komödie ist, möge der Zuschauer entscheiden – sorgt ein harmoniebedürftiger Zeitgenosse, der in den Park geht, um die Menschen zu erfreuen. Dieser bewegt sich tänzerisch und freundlich durch die Welt des Parks. „Dieses Stück zeigt einen Abriss des menschlichen Lebens mit Witz und Nachdenklichkeit“, so Eiden.

Premiere ist Freitag, 11. März, 19.30 Uhr. Weitere Vorstellungen am Samstag, 12. März, 19.30 Uhr, und tags darauf um 18 Uhr sowie Freitag, 18. März, 19.30 Uhr, und einen Tag später zur gleichen Uhrzeit. Die Tickets kosten im Vorverkauf zwölf Euro und 14 Euro an der Abendkasse. Im Vorverkauf gibt es die Eintrittskarten bei Famila, im Info-Büro und in der Buchhandlung Wandel in Scheeßel

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