Neuntklässler nehmen an Bildungsprojekt teil

„Rollende Lehrwerkstatt“ macht Halt in Rotenburg

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Die Luftdruckschläuche müssen über verschiedene Druckventile zum Kolben (oben rechts) geführt werden.

Rotenburg - Feyna Carstens ist Schülerin der 9A an der Rotenburger Theodor-Heuss-Schule. Sie ist als einziges Mädchen gestern und vorgestern bei dem Berufsorientierungsprojekt der Stiftung Niedersachsen-Metall „Rollende Lehrwerkstatt“ mit dabei gewesen. „Ich interessiere mich für Physik und habe auch eine ,Zwei’ im Zeugnis in diesem Fach.“ Dennoch möchte sie später einmal eher einen Beruf im sozialen Bereich ausüben und das, obwohl ihr die zwei Tage technischen Unterrichts richtig Spaß gemacht haben.

Sie und weitere elf Neuntklässler im Alter von 14 bis 16 Jahren hatten sich freiwillig für das Projekt an der Schule, bei dem sich alles um das Thema Pneumatik drehte, angemeldet. Eduard Schellin vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft Hannover (BNW) ist mit der Durchführung des Unterrichts beauftragt worden und hat den Jugendlichen praxisnah vermittelt, welche Kraft komprimierte Luft entfalten kann, wie man sie sich zunutze macht und in welchen Ausbildungsberufen sie eine Rolle spielt.

Am Dienstag erfuhren die Jugendlichen zunächst, wo überall Luftdruck eingesetzt wird. Sie staunten nicht schlecht, dass Orgeln, Getreidemühlen und die Rohrpost nach dem gleichen Prinzip arbeiten. Das Projekt begann mit intensiver Gruppenarbeit über die Theorie des Steuerns und Regelns. Dann begannen die Schüler damit, selbst verschiedene Pneumatikschaltungen aufzubauen. Dazu mussten sie nach einem Schaltplan Schläuche von einem Kompressor über verschiedene Ventile zu zwei Kolben führen.

Feyna Carstens (r.) überprüft mit zwei Mitschülern den richtigen Anschluss der Schläuche nach dem festgelegten Schaltplan.

War alles richtig verlegt, bewegten sich alle Kolben im richtige Moment in die geplante Richtung. Keine leichte Aufgabe für die Schüler, wie sich herausstellte. Hier und da musste der Fachmann immer mal wieder korrigieren und erklären. Dennoch waren alle Beteiligten mit Eifer bestrebt, die Druckluftschläuche richtig zu verbinden.

Einige der Neuntklässler zogen am Ende in Erwägung, einen Ausbildungsplatz zu suchen, der in diese Richtung geht. „Im Handwerk sind mehr Ausbildungsplätze frei, als geeignete Bewerber vorhanden sind. Jetzt ist die Zeit gekommen, dass auch die Hauptschulen wieder ins Blickfeld der Unternehmen rücken. Davon profitiert auch die Rotenburger Theodor-Heuss-Schule“, erklärt der Rektor Lühr Klee am Rande des Projektes. 

go

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