RK-Wettermann: Eis und Schnee haben weiterhin keine Chance / November mit vielen Wetterrekorden

Der Nikolaus kommt ohne Schlitten

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Goldener Herbst? Zumindest die Sonnenstunden waren im November höher als im Durchschnitt. Aber es regnete auch deutlich mehr.

Rotenburg - Von Reinhard Zakrzewski. Die milde Atlantikluft hat uns weiterhin im Griff. Angetrieben wird der Warmluftstrom von einem riesigen Sturm- und Orkantiefkomplex über dem nördlichen Atlantik und einer mächtigen Hochdruckzone südlich davon. Diese erstreckt sich über tausende von Kilometern von der amerikanischen Ostküste über die Azoren bis nach Osteuropa.

Dazwischen wird auf der Vorderseite von Tiefausläufern mit einer strammen West- bis Südwestströmung teilweise sehr milde Meeresluft nach Norddeutschland gepumpt, in der die Höchstwerte im Altkreis Rotenburg in den kommenden Tagen zwischen acht und elf Grad pendeln. Dabei macht sich am heutigen Donnerstag leichter Hochdruckeinfluss bemerkbar. Hin und wieder kann sogar die Sonne durchkommen.

Am Freitag zieht eine Regenfront aus Nordwesten durch, bevor der hohe Luftdruck am Sonnabend mit etwas Sonne und trockenem Wetter kurz zurückkommt. Am Nikolaustag werden die Sturmtiefs aufdringlicher und auf den Weihnachtsmärkten wird es ungemütlich. Der Wind frischt voraussichtlich stürmisch auf und etwas Regen ist wohl auch dabei. Nach dem Wochenwechsel geht es mild, regnerisch und anfangs auch noch windig weiter. In der gesamten kommenden Woche sind die Chancen selbst auf Nachtfrost minimal.

Der November war diesmal von der speziellen Sorte. Außergewöhnlich viele und extreme Wetterereignisse prägten den letzten Herbstmonat. Die Höhepunkte waren: der nach 2009 zweitwärmste November, die wärmste erste und zweite Novemberdekade seit Messbeginn, Wärmerekorde an verbreitet bis zu sieben Tagen (Zeitraum 5. bis 18. November), zweitnassester November in Rotenburg nach 1947 (132 Millimeter), das frühwinterliche Intermezzo im letzten Monatsdrittel und das schwere Sturmtief „Niels“, das am 29. des Monats mit Spitzenböen bis zu 90 Stundenkilometern den markanten Schlusspunkt unter einen der ungewöhnlichsten Novembermonate der letzten Jahrzehnte setzte.

Im Vergleich zum Klimamittel (1981-2010) endete der Monat zwischen Rotenburg und Visselhövede rund drei Grad zu warm, wodurch die Herbsttemperatur insgesamt noch leicht ins Plus drehte. Üppig fielen die Niederschläge aus, die – neben dem schon sehr feuchten September – vor allem auf das Konto des triefnassen Novembers gingen. Hinsichtlich der Herbstsonne hielten sich Soll und Haben weitgehend die Waage.

Die Herbstbilanz von Rotenburg: Mitteltemperatur 10,2 Grad Celsius (Abweichung +0,8 Grad); Niederschlag: 254 mm (125 Prozent vom Soll); Sonne: 299 Stunden (101 Prozent vom Soll).

Der November in Rotenburg im Vergleich zum Klimamittel (1981-2010):

• Monatsmittel 8,3 Grad (Abweichung +3,3);

• Maximum 17,6 Grad (7. November);

• Minimum -1,1 Grad (23. November);

• Frosttage (Mindestens unter 0 Grad) 5 (normal 8);

• Niederschlag 115 mm (160 Prozent vom Soll), Visselhövede 117 mm (180 Prozent vom Soll);

• Sonnenschein 58 Stunden (118 Prozent vom Soll).

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