RK-Wettermann Reinhard Zakrzewski blickt voraus / Winter war deutlich zu warm

Zarte Hoffnung für Frühlingsfans

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Die Zeichen der Frühlings verdichten sich in den hiesigen Gärten.

Rotenburg - Von Reinhard Zakrzewski. Bis über das Wochenende hinaus beschert uns Petrus Aprilwetter vom Feinsten. Nach kurzen freundlichen Phasen ziehen rasch wieder dunkle Wolken auf, und Regen-, Schneeregen oder Graupelschauern lassen nicht lange auf sich warten, sagt RK-Wettermann Reinhard Zakrzewski voraus. Dabei kann es vor allem in der Nacht und am Morgen kurzzeitig eine weiße Überraschung geben. Tagsüber taut die Glätte bei Plusgraden schnell wieder ab.

In Verlauf der zweiten Märzwoche beruhigt sich das Wetter allmählich, und die Sonne zeigt sich häufiger. Bei kaum mehr als fünf Grad und leichten Nachtfrösten werden die Frühlingsgefühle weiterhin auf Sparflamme brennen. Danach berechnen immer mehr Modelle eine Umstellung der Wetterlage.

Ein starkes Hoch aus Südwesten könnte uns zur Monatsmitte viel Sonnenschein und steigende Temperaturen bringen. Diese Entwicklung steht aber noch auf wackligen Beinen. Frühlingsfans können sich dennoch erste zarte Hoffnungen auf eine baldige Wetterbesserung machen. Positiv sollte uns auch die Bauernregel zum sonnigen Ende des vergangenen Februars stimmen, die da heißt: „St. Roman (28. Februar) hell und klar, deutet auf ein gutes Jahr.“

Im vergangenen Winter hielt die atlantische Warmwasserheizung, der Golfstrom, Deutschland so warm wie selten. Standhafte Südwestwinde drückten die Temperaturen im Dezember massiv, im Februar deutlich ins Plus. Mit einer positiven Abweichung von gut sechs Grad spielte der erste Wintermonat im Altkreis Rotenburg in einer eigenen Liga – zumindest seit Beginn flächendeckender Messungen in Deutschland im Jahr 1881. Das freundliche Monatsbild wurde von großer Trockenheit und viel Sonnenschein unterstützt. Durch zwei Kaltluftvorstöße aus Nord- und Osteuropa zeigte der Winter im Januar doch noch seine Zähne. Als einziger Monat der Saison war er etwas zu kalt.

Zahlreiche Tage mit Dauerfrost – vereinzelt sogar zweistelligen nächtlichen Minusgraden – sowie eine meist dünne Schneedecke ließen die Winterfreunde auch auf einen kalten Februar hoffen. Doch daraus wurde nichts. Nach einer feucht-milden und ziemlich stürmischen ersten Monatshälfte folgte nasskaltes Wetter bis zum Abwinken. Dabei überstiegen die Niederschlagsmengen zwischen Rotenburg und Visselhövede das Soll um bis zu 85 Prozent. Wie harmlos der Winter war, zeigte sich auch an der relativ geringen Anzahl der Tage mit Nachtfrost (Frosttage) und Dauerfrost (Eistage). Sie lagen mit 31 bis 33 beziehungsweise neun bis zehn Tagen (ausschließlich im Januar) jeweils um ein Drittel unter dem Klimamittel (1981-2010). Hinsichtlich Niederschlag und Sonne war der Winter 2015/2016 lediglich Mittelmaß.

Die Winterbilanz von Rotenburg:

• Mitteltemperatur 4,3°C (Abweichung +2,6°C);

• Niederschlag: 206 mm (100% vom Soll);

Sonne: 147 Std. (101% v. Soll);

• Höchsttemperatur: 14,3 Grad (26. Dezember);

• Tiefsttemperatur: minus 9,4 Grad (22. Januar).

Der Februar in Rotenburg im Vergleich zum Klimamittel (1981-2010):

• Monatsmittel 3,4°C (Abw. +1,8°C);

• Maximum 11,7°C (7. Februar);

• Minimum -5,5°C (17. Februar);

• Frosttage (Min. unter 0,0°C) 13 (normal 15);

• Eistage (Max. unter 0,0°C) 0 (normal 4);

• Niederschlag 92 mm (170% v. Soll), Visselhövede 99 mm (183% v. Soll);

• Sonnenschein 76 Std. (112% v. Soll).

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