Richtlinie des Kultusministeriums für mehr Vertretungskräfte wirkt sich nicht aus

Kita-Gebühren in der Region bleiben stabil

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Alles in bester Ordnung in den Kindertagesstätten des Altkreises – und deshalb sehen die Kommunen auch keinen Grund, wegen einer Richtlinie des Kultusministeriums für mehr Vertretungskräfte die Kita-Gebühren zu erhöhen.

Rotenburg - Andere niedersächsische Landkreise schlagen Alarm, die Kommunen in der Region bleiben dagegen noch entspannt: Die Kindergartengebühren werden aktuell wohl nicht erhöht.

Anlass für die Anhebung der Gebühren für den Besuch von Kindergärten und Kindertagesstätten ist ein Schreiben des Niedersächsischen Kultusministeriums vom Oktober. In dieser Orientierungshilfe wird konkretisiert, dass im Fall der Abwesenheit eines Erziehers sofort, also vom ersten Tag an, eine Vertretungskraft einzusetzen ist.

In einigen Gemeinden mussten daraufhin neue Erzieher eingestellt werden, deren Finanzierung auf die Eltern der betreuten Kinder umgelegt wird, in einigen Fällen bedeutet dies eine Erhöhung der Kindergartengebühren von 50 Prozent. Nicht so in Scheeßel: „Wir vertreten grundsätzlich ab dem ersten Tag, das war auch schon vorher unserer Anspruch“, meint der Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales, Frank Thies. Sottrums Gemeindedirektor André Bischof betont, dass sich dieser Anspruch schon immer aus dem Kindertagesstättengesetz ergibt.

Nur hätten es viele Kommunen versäumt, dieses auch umzusetzen – worauf das Land jetzt aufmerksam gemacht habe. Es sei zwar auch für Sottrum und seine Mitgliedsgemeinden schwierig, solche Vertretungskräfte zu finden, aber bislang habe dies immer noch geklappt. Und so sei man diesbezüglich gut aufgestellt: „In Verbindung mit Gebührenerhöhungen wurde die Situation hier noch nicht gebracht.“

Ähnlich äußert sich seine Rotenburger Amtskollegin Elke Bellmann. In der Kreisstadt habe man aufgrund des Berechnungsbogens des Landes eine weitere Vertretungskraft zu den vier Teilzeit-Vertretungskräften für die sechs Kindergärten in der Trägerschaft der Stadt eingestellt. „Die Kosten durch Gebührenerhöhung zu finanzieren, stand jedoch nicht zur Debatte.“ Diese Gelder werde die Stadt in die Hand nehmen, eine geplante Erhöhung nach der Beitragsstaffelung gebe es nicht.

In Fintel wurden die Gebühren zwar kürzlich angehoben, aber nicht, um mehr Vertretungskräfte einzustellen. „Diesbezüglich sind wir gut aufgestellt“, heißt es von Henrike Hoppe aus der Samtgemeindeverwaltung. Einige Teilzeitverträge seien nach den Hinweisen der Landesregierung aufgestockt worden, was sich aber nicht in den Beiträgen der Eltern wiederfinde. Hoppe: „Dieser Punkt ist kein Anlass, um neu zu kalkulieren.“ In Visselhövede wurden drei zusätzliche Teilzeitkräfte für die drei Kindertagesstätten in stadteigener Trägerschaft eingestellt. Hauptamtsleiter Matthias Haase will langfristig eine Anpassung der Elternbeiträge nicht ausschließen: „Angepeilt war mal ein Deckungsgrad von 30 Prozent, da liegen wir seit einiger Zeit erheblich drunter. „Das liege jedoch nicht nur an der neuen Regelung, sondern auch an längeren Öffnungszeiten und dem erhöhten Betreuungsaufwand in den Krippen.“

hey/mk

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