Aktionen in mehreren Orten geplant

Kreisseniorenrat Rotenburg wirbt für Notfalldose

Vorsitzender Helmut Sündermann veranstaltet mit dem Kreisseniorenrat Aktionen, um die Notfalldose salonfähig zu machen.

Rotenburg - Notfall- und Impfpass, Medikamentenplan, eine Patientenverfügung und weitere Absicherungen finden sich in vielen Haushalten wieder. „Nur ist es für Retter meist unmöglich herauszufinden, wo diese Notfalldaten in der Wohnung aufbewahrt werden“, bemängelt Helmut Sündermann, Vorsitzender des Kreisseniorenrates.

So komme es häufig vor, dass die Patienten nicht mehr ansprechbar oder die Angehörigen zu aufgeregt für umfassende Informationen sind. „Auch kann es sein, dass in einer solchen Stresssituation ein wichtiges Detail vergessen wird, einmal ganz abgesehen bei Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit“, ergänzt Sündermann. Die Lösung steht in Form einer Notfalldose im Kühlschrank.

Wenn der Rettungsdienst zu einer Wohnung ausrücken muss, erkennt er schon innen an der Haustür sowie am Kühlschrank Aufkleber, die auf den Behälter in der Kühlschranktür hinweisen sollen. Dieser spezielle Aufbewahrungsort ist für die Rettungskräfte in einem fremden Haus schnell auffindbar und spart viel Zeit. „So haben die notwendigen Informationen einen festen Ort und können in jedem Haushalt einfach gefunden werden“, so der Vorsitzende weiter.

„Notfalldose sollte in jedem Haushalt vorhanden sein“

In der Notfalldose finden die Sanitäter ein vorgedrucktes Formular, das handschriftlich von den Patienten ausgefüllt wurde und auch jederzeit ergänzt werden kann. „Die Informationen dort sind kurz und kompakt und gerade deshalb im Notfall eine wertvolle Hilfe für den Rettungsdienst“, erklärt der Vorsitzende. „Die Notfalldose sollte daher in jedem Haushalt vorhanden sein.“

Ähnlich sieht es auch der Kreisverband vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Bremervörde: „Eine Verteilung dieser Dosen macht durchaus Sinn“, meint auch DRK-Pressesprecher Stephan Jeschke. „Das könnte viele Situationen vereinfachen, da die Sanitäter die Informationen schnell zur Hand haben.“ Wichtig sei vorerst die Absprache mit den insgesamt 16 Ortsverbänden des DRK. Die Ehrenamtler müssen schließlich auch gewillt sein, die Dosen zu verteilen. Dafür hat der Kreisverband die Thematik bereits mit auf die Tagesordnung seiner kommenden Sitzung am 25. Oktober aufgenommen.

Der Kreisseniorenrat wird vorher schon zusammen mit den örtlichen Seniorenbeiräten die Aktion „Notfalldose in jedem Haushalt“ starten. Bei Veranstaltungen in den einzelnen Dörfern möchten die Initiatoren die Notfalldosen zum Preis von zwei Euro anbieten. Den Anfang macht der Visselhöveder Seniorenbeirat. Auf dem Apfelmarkt am Dienstag, 3. Oktober, präsentieren sie dann an einem Infostand die kleine Dose.

Die Notfalldose kommt ursprünglich aus Irland, und eine Bremer Firma hat sich die Version für den deutschen Markt schützen lassen (www.notfalldose.de). jo

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