354 Rekruten legen an der Rotenburger Lent-Kaserne das feierliche Gelöbnis ab

Ein Beruf, der Tapferkeit voraussetzt

+
354 Rekruten gelobten, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen.

Rotenburg - Von Elisabeth Stockinger. Drei Monate Grundausbildung liegen so gut wie hinter ihnen. Drei Monate, die laut Oberstleutnant York Buchholtz alles andere als ein Zuckerschlecken waren. Doch am Ende hatten sie es geschafft: Insgesamt 354 Rekruten aus drei Einheiten haben am Freitagvormittag feierlich gelobt, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.

188 Rekruten aus dem Fallschirmjägerregiment 31 aus Seedorf hatten an der Lent-Kaserne Aufstellung genommen. Dazu kamen 89 Rekruten des Rotenburger Jägerbataillons 91 sowie 77 vom Panzergrenadierlehrbataillon Munster. Jeweils sechs von ihnen schworen – stellvertretend für alle – den Diensteid auf die Fahne der Bundesrepublik Deutschland. Das Heeresmusikkorps Hannover begleitete die Zeremonie.

Der Kommandeur des Jägerbataillons, York Buchholtz, hob während seiner Rede hervor, wie körperlich und mental anstrengend die dreimonatige Grundausbildung gewesen sei: „Es waren entbehrungsreiche Wochen.“ Kein Essen wie bei Muttern, ein rauer Umgangston, Zelten und Marschieren bei Kälte und Nässe – die Bundeswehr sei keine Wellnessoase. Umso mehr freute es ihn, dass zahlreiche Angehörige erschienen waren: „Familiärer Rückhalt ist in dieser Zeit viel wert.“ Das feierliche Gelöbnis ablegen zu dürfen, „das ist eine Ehre“.

Nicht allen, die am 1. Oktober die Grundausbildung begonnen haben, wurde diese Ehre zuteil. Einige hatten die Ausbildung vorzeitig abgebrochen. „Sie hingegen haben sich durchgebissen“, wandte sich Oberstleutnant Buchholtz direkt an die Rekruten. „Dieser Beruf stellt eine Belastung dar, die mit keinem anderen Beruf zu vergleichen ist.“ Körperliche Robustheit, Stressresistenz und Tapferkeit, dies seien Voraussetzungen, die ein jeder Bundeswehrsoldat mitbringen müsse.

Gerade in der heutigen Zeit sei das immens wichtig – das betonte auch Gastredner Reinhard Grindel. Der CDU-Bundestagsabgeordnete spielte damit auf die Bedrohungen an, die sich Deutschland näherten: in Form der Terrororganisationen Al-Qaida und IS etwa. Das gemeinsame Ziel müsse sein, so Grindel, die Strukturen von Al-Qaida und IS so zu zerstören, dass sie nicht mehr in der Lage sind, Anschläge in Europa zu steuern und zu organisieren. Die Rekruten zeigten mit ihrem Gelöbnis, dass der deutsche Staat eine „wehrhafte Demokratie ist, und dass es sich lohnt und notwendig sein kann, für die Grund- und Menschenrechte notfalls mit Leib und Leben einzustehen“. Dafür verdienten sie „höchste Anerkennung“.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Arbeiten in den Grundschulen Leeste und Kirchweyhe

Arbeiten in den Grundschulen Leeste und Kirchweyhe

Zwei Tote und viele Verletzte nach Seebeben vor Kos

Zwei Tote und viele Verletzte nach Seebeben vor Kos

„Summer in the City“ trotz Regenwetter in Weyhe 

„Summer in the City“ trotz Regenwetter in Weyhe 

56-Jähriger nach Schussgeräuschen in Kassel festgenommen

56-Jähriger nach Schussgeräuschen in Kassel festgenommen

Meistgelesene Artikel

Mittelalter-Markt in Höperhöfen: „Liberi Effera“ brechen das Eis

Mittelalter-Markt in Höperhöfen: „Liberi Effera“ brechen das Eis

22. Beeke-Festival begeistert Folklore-Fans in Scheeßel

22. Beeke-Festival begeistert Folklore-Fans in Scheeßel

Relikt des Kalten Krieges in Unterstedt

Relikt des Kalten Krieges in Unterstedt

Veranstalter erwartet 10.000 Besucher beim Ferdinands-Feld-Festival

Veranstalter erwartet 10.000 Besucher beim Ferdinands-Feld-Festival

Kommentare