Rekorde im siebten Jahr

Eine Gruppe Radfahrer beteiligt sich am Stadtradeln in Rotenburg.
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Zum siebten Mal beteiligt sich Rotenburg am Stadtradeln.

250 000 Kilometer waren das erklärte Ziel von Bürgermeister Andreas Weber. Drei Tage vor Abschluss des Stadtradelns am Samstag hat die Stadt Rotenburg die Marke geknackt – und stellt mehrere Rekorde auf.

Rotenburg – Bereits vor Abschluss des dreiwöchigen Stadtradelns in Rotenburg mit einer kleinen Tour vom Pferdemarkt zum Bullensee am Samstag, ab 11 Uhr, steht fest: Beim siebten Start bricht die Kommune zahlreiche Rekorde.

So viele Kilometer wie noch nie haben die Teilnehmer jetzt schon zurückgelegt. Mehr als 252 000 waren es bis Donnerstag, 11 000 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2019. Noch bis einschließlich Samstag fließen die gefahrenen Kilometer in das Gesamtergebnis ein. „Am Ende landen wir bei etwa 280 000 Kilometern. Unser Ziel waren 250 000, und damit waren wir schon sehr mutig“, sagte Bürgermeister Andreas Weber beim Pressegespräch am Donnerstag.

Mehr als 1 300 Teilnehmer haben sich bislang angemeldet – das sind etwa 140 mehr als 2019. Gemeinsam haben die Radler 37 Tonnen CO2 eingespart. Auch das gab es noch nie. Die bisherige Rekordmarke lag bei 34 Tonnen. „Es ist unser oberstes Ziel, den Kfz-Verkehr zu vermeiden und aufs Fahrrad umzusteigen“, stellte Weber klar. Positiver Nebeneffekt sei unter anderem die Stärkung der Gemeinschaft: „Die Teilnehmer treffen unterwegs andere Radler. Alle arbeiten gemeinsam an einem Ziel. Die Verbundenheit ist groß.“

Mehr als 2 000 Kommunen beteiligen sich in diesem Jahr am Stadtradeln. Rotenburg belegt in Niedersachsen in seiner Größenklasse derzeit Platz zwei, sowohl bei den Gesamtkilometern als auch bei den Kilometern pro Einwohner, jeweils hinter dem Spitzenreiter Twistringen. „Die können wir in den kommenden Tagen leider nicht mehr einholen“, so Koordinatorin Andrea Rieß, die mit dem Ergebnis trotzdem sehr zufrieden ist. Umgerechnet auf die Gesamteinwohnerzahl ist jeder Rotenburger 11,45 Kilometer gefahren.

Mehr als 100 Teams beteiligen sich – am meisten Teilnehmer stellt die IGS in Rotenburg mit 175 Radlern. Das Ratsgymnasium folgt mit 126, liegt dafür aber bei den gefahrenen Kilometern bisher mit einem Wert von 21 500 an der Spitze.

Es ist schön, dass so viele, die für Fridays for Future auf die Straße gegangen sind, nun auch bei solchen Aktionen mitmachen und damit ihren Beitrag leisten.

Bürgermeister Andreas Weber

Weber freut sich nach eigener Aussage besonders darüber, dass so viele Schüler dabei sind: „Das Stadtradeln ist in den Schulen angekommen. Es ist schön, dass so viele, die für Fridays for Future auf die Straße gegangen sind, nun auch bei solchen Aktionen mitmachen und damit ihren Beitrag leisten.“

Weber berichtete, dass Rotenburg, das erstmals 2015 angetreten war, Vorreiter in der Region ist. „Inzwischen folgen einige Kommunen unserem Beispiel: Sittensen ist inzwischen dabei, Ottersberg auch, Sottrum startet zum zweiten Mal am Sonntag – und in Zeven wird immerhin bereits überlegt“, so Weber.

Am Samstag um 11 Uhr überreicht Andrea Rieß an Stadtradelstar Marc Andreßen den Autoschlüssel, den dieser für drei Wochen abgeben musste. Danach fahren die Teilnehmer vom Neuen Markt aus in Gruppen zum Bullensee und zurück. „Eine kleine Tour, etwa 25 Kilometer. Wer mitfahren will, ist herzlich eingeladen“, so Weber.

Benjamin Roolfs, Leiter der Touristinfo in Rotenburg, spürt den Effekt der Aktion: „Radfahren erlebt einen Boom. Der Wümmeradweg ist besonders gefragt. Unterwegs kehren die Menschen ein, darüber freut sich wiederum die Gastronomie.“ Auch der Fahrradhandel verzeichne höhere Umsätze, ergänzte Weber.

Wegen der niedrigen Inzidenzzahlen plant Andrea Rieß in diesem Jahr wieder eine Preisübergabe, die wahrscheinlich in der Woche vor den Sommerferien auf dem Pferdemarkt stattfinden soll. „Den genauen Termin geben wir noch bekannt“, so Rieß.

Rotenburg und Sottrum hatten sich im Vorfeld abgestimmt, damit die Zeiträume sich nicht überschneiden. Am Sonntag, 20. Juni, startet die Aktion in Sottrum. Rieß weist darauf hin, dass Teilnehmer, die einen Bezug zu Sottrum haben, dort auch dann mitfahren können, wenn sie in Rotenburg gestartet sind. Sie müssten dafür aber einen neuen Account anlegen. Fragen beantwortet Koordinatorin Kirstin Taberski unter Telefon 04264/832025 oder per E-Mail an klimaschutz@sottrum.de.

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