Registrierung für die Knochenmarkspenderdatei ist ein voller Erfolg

1384 potentielle Lebensretter

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Lebensretter im Wasser und an Land: Rotenburgs Schwimmmeister Burkhard Oelkers bei der Typisierung.

Rotenburg - Volltreffer: Genau 1384 neue Stammzellenspender wurden am Sonntag in Rotenburg für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) gewonnen. „Ich bin vollauf begeistert“, sagte Initiator Norbert Behrens am Ende des Tages. Die Nacht davor habe er kein Auge zugemacht.

Am Morgen lässt es sich Andreas M., der als Leukämiepatient für die Aktion steht, nicht nehmen, die Helfer für den Tag selber zu begrüßen. Ihm sei es wichtig, einmal allen Danke zu sagen, die sich an diesem Tag engagieren, sagte er. Damit sprach der dreifache Vater stellvertretend für alle Leukämiekranken.

Zwischenzeitlich waren die naheliegenden Parkgelegenheiten restlos vergeben. Ganze Fußballmannschaften rückten zur Typisierung an: Beim gemeinsamen Frühstück der Fußballer des TuS Mulmshorn wurde die Aktion angesprochen. Nach dem Spiel setzten sich alle ins Auto und ließen sich registrieren, genauso wie Teams aus Taaken und Wilstedt. Sogar ein junger Mann aus Uelzen reiste an.

Punkt 11 Uhr waren schlagartig alle Aufnahmeplätze belegt, dennoch kam es niemals zu Wartezeiten: „Die Organisation ist unglaublich“, hieß es von vielen Teilnehmern und von Bettina Steinbauer von der DKMS. Nahtlos ging es innerhalb von fünf Minuten von der Aufnahme, über den „kleine Pieks“ bis zur Endkontrolle. Dort gab es zur Belohnung einen Gutschein für ein Brot der Bäckerei Tamke. Und, wer wollte, konnte noch zu Snack und Schnack in die Aula abbiegen. Den ganzen Tag über zeigte eine Abordnung der Landfrauen des Kreisverbandes mit einer üppigen Kuchenauswahl Präsenz. „Für uns ist das selbstverständlich“, meinte Ina Behrens. Philipp Landschof stand mit einem Kollegen am Grill.

Um 15.15 Uhr wurde die magische Zahl 1000 mit der Registrierung von Brit Lünsmann aus Hepstedt geknackt.

Gut gelaunt und hochmotiviert bis zum Schluss zapfte das Team des Diakonieklinikums die beiden Blutproben pro Person ab. „Alle sind total positiv drauf und von der guten Organisation überrascht“, hieß es einstimmig von den Fachkräften. Der Sonntag wird ihnen als Überstunden von ihrem Arbeitgeber, dem Diakonieklinikum, gutgeschrieben.

1384 potentielle Lebensretter in Rotenburg

„Ich bin mehr als zufrieden. Meine Erwartungen wurden übertroffen“, so Steinbauer. „Und ich bin total beeindruckt von diesem Zusammenhalt hier. Es kam sogar eine Frau zu mir und bedankte sich, dass sie sich typisieren lassen durfte.“

bd

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