Rotaryclubs aus Rotenburg schütten 30 000 Euro aus

Die Region verstärkt im Fokus

Ernst Wilhelm Unterhinninghofen (v.l.), Enno Christian Wohlberg, Torsten Meyer, Stefanie Siegmund von den Rotenburger Rotariern sind in diesem Jahr bei der Auswahl der Projekte neue Wege gegangen. Foto: WUTTKE

Von ihrem Plan rückten sie bei den Rotaryclubs Rotenburg und Wümmeland schnell ab. Eigentlich sollten zehn Einrichtungen von den Erlösen des diesjährigen Entenrennens profitieren. „Wir haben die Anzahl schnell aufgestockt. Die Auswahl wäre sonst viel zu schwer gewesen“, berichtet Torsten Meyer. Nun sind es 23 Projekte geworden, die von den Spenden profitieren. Die Clubs gehen damit einen neuen Weg und schütten dieses Mal gemeinsam 30 000 Euro aus.

Rotenburg - Zur Verfügung für die Spenden standen die 26 270 Euro, die aus den 5 254 verkauften Losen für das Rennen resultieren. Ein Los für eine Ente hatte fünf Euro gekostet. Diese Summe stockten die Rotaryclubs nach dem knapp verpassten Ziel von 6 000 verkauften Losen selbst auf. „Die Summe klingt einfach besser“, berichtet Enno Christian Wohlberg und lacht. Die Clubs hatten anlässlich des 20. Rennens – im Gegensatz zu den vergangenen Jahren – dazu aufgerufen, Bewerbungen einzureichen. 

Besonders war auch: Erstmals geht der Erlös von den Rotariern ausschließlich in Projekte aus der Region. In der Vergangenheit gab es auch immer internationale Einrichtungen, die Unterstützung erhielten. „Das wollten wir dieses Mal anders machen“, sagt Ernst Wilhelm Unterhinninghofen. Die neue Überlegung der Rotaryclubs, dass Bewerbungen einzureichen sind und nicht die Projekte ausgesucht werden vom Enten-Ausschuss, stieß auf große Resonanz. Bis zum Ende der Frist – das Datum des Entenrennens – erreichten die Rotarier per E-Mail 28 Schreiben. Vorgaben, wie eine Bewerbung aussehen muss, gab es nicht. „Deshalb kam da auch ein ganz großer, bunter Strauß heraus“, berichtet Meyer. 

Eines musste die Projekte aber einen: Sie sollten die Kinder- und Jugendarbeit im Fokus haben. „Deshalb mussten wir leider auch ein paar Anfragen ablehnen“, erzählt Stefanie Siegmund. Der Enten-Ausschuss der Clubs und die Vorstände hatte also alle Hände voll zu tun bei der Begutachtung der eingehenden Schreiben. „Wir wussten ja gar nicht, was auf uns zukommt. Aber damit haben wir gar nicht wirklich gerechnet“, sagt Siegmund. Die letzte Bewerbung erreichte die Rotarier am letzten Tag der Frist. Mittlerweile haben die Begünstigten Bescheid bekommen, und rund die Hälfte der Auserwählten verfügt bereits über das Geld. 

Was bei den Projekten auffiel? „Es gab wirklich ganz viele sehr bescheidene Anfragen mit kleinen Summen“, findet Meyer. So gibt es bei den 23 Spenden auch keine, die den Betrag von 3 000 Euro überschreitet. Die kleinste Förderung sind derweil 300 Euro. „Es sind Dinge, die auch auf anderen Wegen finanziert werden könnten, und es sind keine Luxusprojekte“, so Unterhinninghofen. Neben Förderungen, die im Bereich der Kinder- und Jugendförderung auf der Hand liegen – wie Simbav oder Kindergärten –, sind aber auch einige besondere Anfragen eingegangen. So möchte zum Beispiel das Orchester Auenland ein Musical ins Leben rufen. Die Pfadfinder der Rotenburger Kreuzkirche möchten sich mithilfe des Geldes vom Rotaryclub eine neue Kothe und eine Jurte anschaffen. Und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Scheeßel bietet ehrenamtlich Kurse für Kinder an, die nach dem Erlangen des Seepferdchens das Schwimmen wieder verlernen. 

In fünf Bereichen gibt es Geld 

Die Rotaryclubs Rotenburg Wümme und Rotenburg Wümmeland haben eine große Welle an Bewerbungen erhalten von Projekten, die um eine Förderung für die Kinder- und Jugendarbeit gebeten haben. Insgesamt werden 23 Projekte aus der Region gefördert mit einer Gesamtsumme von 30 000 Euro – resultierend aus dem 20. Entenrennen. Am Ende fiel die Wahl des Vorstandes und des Enten-Ausschusses auf Konzepte in fünf Bereichen. Im Bereich "Kultur" bekommen das Orchester Auenland, die Blaskapelle Hemslingen und die Musikgruppe Wildes Blech eine Förderung. Im Feld „Kirche“ ging der Zuschlag an die Pfadfinder der Kreuzkirche in Rotenburg für eine Kothe und eine Jurte sowie an die Freie Evangelische Gemeinde Rotenburg für eine Treckerrestauration. 

Gleich fünf Spenden gingen unter der Überschrift "Erziehung" an Projekte: Simbav für "Singen macht Spaß", den Mühlenverein mit "Sachkunde für Kinder", das offene Sportprojekt der Stadt Rotenburg, Schwimmunterricht für Schüler bei der DLRG Scheeßel und den Charity Nähtreff Rotenburg. Auch die Kindergärten der Umgebungen wurden bedacht: Der Kindergarten Lummerland kann sich neues Spielzeug kaufen, der Waldorfkindergarten Scheeßel für Einzeleurythmie, der Naturkindergarten in Rotenburg für Möbel und die Krippe Werkstraße in Rotenburg für das Projekt "Säen, Pflegen und Pflanzen". 

Im Bereich "Schule" gibt es Förderungen für die Bücherei der Stadtschule, Lernpaten an Grundschulen der Freiwilligen Initiative Rotenburg, ein Gartenhaus an der Montessorischule und eine Matheförderung an der Aue-Grundschule. Das Thema "Sport und Freizeit" wurde von den Rotariern auch ins Auge gefasst: Die Gemeinde Scheeßel für das Kinderferienprogramm, die Badmintonspieler von Fortuna Rotenburg, die Speedwayfahrer vom MSC Mulmshorn, das Karate-Kinderprojekt vom TuS Rotenburg und die Trainergemeinschaft für Vorträge bekommen finanzielle Unterstützung.

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