Rege Bautätigkeit, aber die Suche nach weiteren Grundstücken läuft bereits

Bürgermeister setzt auf frühzeitige Planungen

+
Am Stockforthsweg nehmen die ersten Häuser bereits Form an. 15 Grundstücke sind dort noch zu haben.

Rotenburg - Von Guido Menker. Rotenburg hat es zurzeit mit einer regen Bautätigkeit zu tun. Nicht nur am Stockforthsweg sowie an der Brockeler Straße, sondern auch auf vielen weiteren Grundstücken in der Stadt, auf denen die Investoren den Begriff „Nachverdichtung“ realisieren. „Ich bin sehr froh darüber, denn diese Entwicklung bedeutet eine gute Perspektive für junge Familien und Senioren“, sagt Bürgermeister Andreas Weber.

Von den 46 Grundstücken für den privaten Hausbau am Stockforthsweg sind zurzeit noch 15 zu haben – 14 davon im höheren Preisbereich. Diese Grundstücke kosten zwischen 130 und 145 Euro pro Quadratmeter. Auf 15 Grundstücken wird bereits gebaut. Der soziale Wohnungsbau mit 36 Wohneinheiten ist ebenfalls schon weit vorangeschritten.

Auch im Baugebiet an der Brockeler Straße hat sich schon einiges getan: Dort sind noch zwölf der 36 Grundstücke zu haben. Neun weitere von insgesamt 28 stehen noch für die „Generation 55 Plus“ zum Verkauf. „Ich gehe davon aus, dass alle noch freien Grundstücke bis Ende kommenden Jahres verkauft sind“, sagt Weber. Die Bewerberliste sei noch nicht komplett abgearbeitet. Im sozialen Wohnungsbau entstehen an der Brockeler Straße übrigens 42 Wohnungen.

Diese Mischung in neuen Wohngebieten soll es auch künftig in Rotenburg geben, wenn es nach dem Willen des Bürgermeisters geht. Und der beschäftigt sich schon jetzt mit der Frage, wo künftig eine Erweiterung möglich ist. „Wir wollen damit nicht zu lange warten, um vorbereitet zu sein“, erklärt Weber. Es geht also darum, schon jetzt weitere Wachstumsmöglichkeiten zu schaffen, um später nichts übers Knie brechen zu müssen. Erste Gespräche liefen bereits, und der Bürgermeister geht davon aus, dass er mit Vorschlägen zur Ausweisung weiterer Neubaugebiete bis Ende dieses Jahres in die Politik gehen kann.

Im Blick hat er mehrere Flächen im Bereich des Mühlendes. Aus seiner Sicht sollte die Freifläche an der Knickchaussee erste Priorität haben, gefolgt von „Grafel Mitte“ und dem zweiten Bauabschnitt am Stockforthsweg sowie „Grafel Ost“. Er gibt allerdings sehr deutlich zu bedenken, dass es bei den weiteren Planungen für die Stadt Rotenburg ganz wichtig sei, auch über die weitere Verkehrsentwicklung nachzudenken. „Wir müssen uns mit den nächsten sieben und nicht nur mit den nächsten zwei Jahren beschäftigen“, meint der Sozialdemokrat.

Sehr froh zeigt er sich über die Entwicklung auch im Stadtkern, wo an vielen Stellen und in unterschiedlichen Größenordnungen weitere Wohnungen entstehen. Auf diese von der Politik schon seit Jahren geforderten Nachverdichtung habe die Stadt allerdings kaum Einfluss, so Weber. Umso glücklicher sei er über die aktuelle Entwicklung. Es zeige sich aber, wie gefragt das ortskernnahe Wohnen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sei. Außerdem sei ein entsprechender Zuzug aus kleineren Ortschaften in die Mittelzentren zu registrieren.

Dennoch: Auch in Waffensen und Unterstedt sind die zuletzt zur Verfügung stehenden Baugrundstücke inzwischen so gut wie verkauft. In Mulmshorn war es in den vergangenen Jahren eher schleppend gelaufen, aber auch dort steige nun die Nachfrage, so Weber.

Mehr zum Thema:

IS bekennt sich zu Londoner Anschlag

IS bekennt sich zu Londoner Anschlag

Südkorea setzt "Sewol"-Bergung fort

Südkorea setzt "Sewol"-Bergung fort

Elternleid und Altersliebe: Neue Hörbücher

Elternleid und Altersliebe: Neue Hörbücher

Apotheke auf dem Balkon: Heil- und Würzpflanzen für den Topf

Apotheke auf dem Balkon: Heil- und Würzpflanzen für den Topf

Meistgelesene Artikel

16-jährige Radlerin stirbt bei Unfall

16-jährige Radlerin stirbt bei Unfall

Schüler erteilen Rassismus einen Platzverweis

Schüler erteilen Rassismus einen Platzverweis

Schnelles Internet für 2 000 Haushalte

Schnelles Internet für 2 000 Haushalte

Westervesede: Noch jede Menge Müll vom Hurricane-Festival 2016 

Westervesede: Noch jede Menge Müll vom Hurricane-Festival 2016 

Kommentare