Reduzierte Besuche

Weihnachten in Senioren- und Pflegeheimen: anders, aber normaler

Gemütlich zusammensitzen an Weihnachten ist möglich – aber bitte getestet.
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Gemütlich zusammensitzen an Weihnachten ist möglich – aber bitte getestet.

Auch das zweite Weihnachtsfest in der Pandemie erfordert besondere Vorsicht in Alten- und Pflegeheimen.

Rotenburg – Es ist das zweite Weihnachten unter Coronabedingungen. Noch immer gibt es Einschränkungen und die Kontakte sollen, vor allem mit Blick auf die neue Coronavirus-Variante Omikron, reduziert werden. Auch in den Rotenburger Senioren- und Pflegeheimen gilt besondere Vorsicht, an bestimmte Regeln müssen sich sowohl Besucher als auch Bewohner und Mitarbeiter halten. Ausbrüche wie im vergangenen Jahr möchte jeder verhindern. Doch vor allem dank des großen Impffortschritts fühlt es sich vielerorts viel „normaler“ an als im vergangenen Jahr.

Das bestätigt auch Jens Büker für das Haus am Bahnhof: „Besuche dürfen auf den Zimmern empfangen werden, um auch hier für mehr Privatsphäre zu sorgen.“ Um dabei höchstmögliche Sicherheit zu gewährleisten, werden „engmaschige Schnelltestungen“ durchgeführt. Auch im Haus Stadtgarten des Agaplesion-Konzerns haben Angehörige die Möglichkeit, die Bewohner zu besuchen. Sie dürfen allerdings nicht bei den Adventsfeiern dabei sein, die in diesem Jahr in kleinerer Form pro Wohnbereich gefeiert werden.

Eine große gemeinsame Feier sei angesichts der aktuellen Lage noch nicht sinnvoll, meint Pflegedienstleiterin Nicole Grünert. Auch im Haus am Bahnhof wird das so gehandhabt. „Die sonst übliche große Weihnachtsfeier gemeinsam mit den Angehörigen muss leider auch dieses Jahr ausfallen“, bedauert Büker. Das Verständnis für die Maßnahmen sei jedoch auf allen Seiten groß – immerhin ist überhaupt etwas möglich. „Unsere Mitarbeiter versuchen, unseren Bewohnern ein schönes Weihnachtsfest zu bescheren und wie im vergangenen Jahr gibt es auch tolle Geschenke für alle.“

Besuche in der Familie möglich

Wer wen besuchen kann, haben viele bereits im Vorfeld geregelt, sagt Grünert. So ist es entspannter und kann besser geplant werden. Manche werden auch abgeholt, meist zum Kaffeetrinken in der Familie, selten auch für mehrere Tage. Wer sich länger außerhalb des Hauses aufhält, ist gebeten, sich bei der Rückkehr zu testen. Aber auch sonst werden die Bewohner derzeit dreimal in der Woche getestet, so die Pflegedienstleiterin. Nach den Feiertagen wird dazu noch einmal aufgestockt: Ebenso wie die Schüler nach den Ferien lassen sich auch die Bewohner im Haus Stadtgarten an fünf Tagen nacheinander testen. So will man sicher gehen, dass auch von außen keine Infektion hinein gelangt. „Das Gute ist, dass die meisten mittlerweile geimpft und auch geboostert sind“, sagt Grünert – das schafft Beruhigung.

Natürlich sei Weihnachten dadurch auch in diesem Jahr wieder anders als sonst, „aber letztes Jahr waren wir eingeschränkter“, sagt Grünert. Daher ist auch die Stimmung unter den Bewohnern wesentlich besser, ist ihre Feststellung. Und man kann entspannter agieren auf allen Seiten. Durch die ständig neuen Regelungen Ende letzten Jahres habe man ständig „ad hoc reagieren müssen“. Es sei wichtig, sich an alle Hygiene- und Schutzmaßnahmen weiterhin zu halten, aber in diesem Jahr gehen alle Seiten entspannter damit um.  

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