Neue Stoppschilder an der Rotenburger Obi-Kreuzung

Stadt reagiert auf tödlichen Unfall

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Die bisherige Beschilderung an der Obi-Kreuzung hält auch die Stadt für unzureichend. 

Rotenburg - Von Michael Krüger. Drei Wochen nach dem tödlichen Unfall mit einer 16-jährigen Radfahrerin aus Rotenburg an der Obi-Kreuzung reagiert die Stadt. Verkehrsamtssprecher Uwe Knabe teilte mit, dass am Einmündungsbereich Bremer Straße/Otto-von-Guericke-Straße in Kürze weitere Warn- und Stoppschilder aufgestellt werden sollen. Das habe eine Überprüfung der Verkehrssituation mit Vertretern der örtlichen Unfallkommission ergeben.

Die Obi-Kreuzung galt wegen des Aufeinandertreffens von Schwerlastverkehr, Autos und Radfahrern sowie Fußgängern schon länger als gefährliche Stelle. Bereits 2012 hatte sich die Verkehrsschaukommission mit diesem Einmündungsbereich befasst, da es zu Unfällen mit Radfahrenden aus Richtung Luhne gekommen war, heißt es aus dem Rathaus. 

Seinerzeit sei festgestellt worden, dass der Sichtbereich nach links für ausfahrende Fahrzeuge durch ausgestellte Gartenhäuser und Zaunelemente des Baumarktes erheblich eingeschränkt war. Nach Aufforderung seien sämtliche Sichthindernisse durch den Betreiber entfernt worden, sodass die Sichtverhältnisse nunmehr nicht mehr eingeschränkt waren. 2015 kam es allerdings erneut zu seinem schweren Unfall, dieses Mal mit einem aus Richtung Innenstadt kommenden Radfahrer. 

Roteinfärbung erneuert

Daraufhin fand eine erneute Ortsbesichtigung statt, eine eingeschränkte Sicht konnte hier jedoch nicht festgestellt werden. Um ein allzu zügiges Abbiegen nach rechts zu verhindern, wurde der recht großzügige Einmündungsbereich mittels Aufbringung einer Sperrfläche verschmälert; zusätzlich wurde die Roteinfärbung der vorhandenen Radfahrerfurt erneuert und vor der Furt das Verkehrszeichen „Achtung! Radverkehr“ auf der Fahrbahn aufgebracht, so Knabe. Die Markierungsarbeiten wurden im Mai 2016 umgesetzt.

Nach dem Unfall vom 21. März, bei dem ein Geschwisterpaar aus Richtung Luhne kommend auf ihren Fahrrädern von einem Lkw erfasst worden war, soll noch einmal nachgebessert werden. Im Einzelnen geht es um folgende Maßnahmen:

• Für den Fahrradverkehr werden Warnschilder „Achtung! Unfallschwerpunkt“ aufgestellt. Der Vorrang des Radverkehrs bleibt jedoch bestehen.

• Die bestehende Regelung „Vorfahrt gewähren“ wird durch die verschärfte Regelung „Stop! Vorfahrt gewähren“ ersetzt. Zusätzlich wird auf der Mittelinsel ein weiteres Schild „Stop! Vorfahrt gewähren“ aufgestellt.

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