40 Ratsgymnasiasten nehmen an Wissenschafts-Projekt „tech @ school“ teil

Rennen mit Wasserstoff

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Auf die Plätze. Fertig. Los! Das Rennen mit den Wasserstoff-Autos sollte am Ende eindeutig ausfallen.

Rotenburg - Von Matthias Röhrs. Wie funktioniert eigentlich ein Wasserstoff-Auto? Und wie weit kommt man damit? Diese und andere Fragen kann jetzt eine Reihe von Zehntklässlern des Ratsgymnasiums beantworten, denn sie haben am Projekt „tech @ school“ von Daimler teilgenommen.

Zwei Ingenieure und zwei Auszubildende des Mercedes-Benz-Werks in Bremen waren am Mittwoch in der Schule zu Gast, um einen theoretischen Kurs in der Praxis abzuschließen. „Wir konnten fast den halben Physik-Jahrgang dafür begeistern“, berichtet Lehrer Marcus Prass-Jaussi. Nun ging es mit einem Baukasten in Gruppen darum, das Gelernte in die Tat umzusetzen. Ein kleines Modell-Auto mit Wasserstoff-Antrieb galt es zu bauen und zu testen.

Anschließend sollten die Gruppen messen, wie weit ihr Modell gefahren ist, zudem stand ein Rennen mit den Mitschülern an. Bereits vor zwei Wochen waren die Ingenieure des Autobauers ans Ratsgymnasium gekommen, hatten die Theorie dahinter erklärt und gemeinsam mit den Schülern die Grundlagen zu Antriebstechnologien sowie aktuelle Innovationen auf diesem Gebiet erarbeitet.

Die Schüler nutzen dieses Wissen, probierten aber auch viel aus, um ihre Modelle leistungsfähiger zu machen und bauten zum Beispiel Spoiler an. Den für die Modell-Autos benötigten Wasserstoff erzeugten die Schüler selbst. Anhand des Experiments „Wasserstoff in Bewegung“ lernten sie, den Einsatz der Brennstoffzelle im Miniaturmaßstab zu erkennen. Die mit destilliertem Wasser befüllten Modelle erzeugen in den Brennstoffkammern eine Reaktion des sich im Wasser befindlichen Wasserstoffs mit Sauerstoff. Dabei entsteht Strom, der den Autos die Antriebskraft liefert. Auf dem Flur wurden die Modelle dann fahren gelassen und auf die Leistungsfähigkeit untersucht.

Die insgesamt mehr als 40 Schüler haben freiwillig an dem Projekt teilgenommen und müssen dafür Unterricht nachholen.

Mit dem Projekt möchte Daimler für eine Karriere in der Autoindustrie werben. Im Anschluss der Besprechungen erläuterten die vier Vertreter des Konzerns den Alltag eines Ingenieurs, zeigten verschiedene Berufs- und Ausbildungswege auf und erklärten, welche Voraussetzungen die Schüler dafür mitbringen müssen. Viele waren allerdings nur aus Neugierde dabei. Lediglich ein Schüler konnte sich auf Nachfrage der Ingenieure eine Karriere in diesem Bereich vorstellen. Prass-Jaussi weiß, dass die erste spontane Reaktion oft täuscht. „In den letzten Jahren sind immer wieder Schüler von uns dorthin gewechselt.“

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