Rapper von 318 Music Productions veröffentlichen 2016 drei EPs / Album und Live-Auftritte

Der Verlierer zahlt den Video-Dreh

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Die drei Rapper Goran Marinkovic alias G-Kazza aus Rotenburg, der Ahauser Steffen Gundlach, A-J, und Adrian Becker mit dem Künstlernamen S!lence aus Brockel haben sich noch einiges vorgenommen.

Rotenburg - Von Stefanie Heitmann. Ihre Songs tragen Namen wie „Kampfgeist“, „Diese Tage“ oder „Bitterkalt“: Die drei Rapper Goran Marinkovic alias G-Kazza aus Rotenburg, der Ahauser Steffen Gundlach, A-J, und Adrian Becker, mit dem Künstlernamen S!lence aus Brockel verarbeiten in ihren Texten persönliche Erfahrungen, Begegnungen aber auch Ereignisse aus Politik und Zeitgeschehen. Die Fans dürfen Ideen und Anregungen zu neuen Texten beisteuern.

Nach dem ersten Album, das 2009 erschien, und zahlreichen geschriebenen Songs, sollen ab Januar 2016 drei neue EPs der Musiker veröffentlicht werden. Die tiefgründigen Zeilen verfassen die Drei aber nicht nur auf Deutsch. „Serbisch ist wie Deutsch meine Muttersprache, deshalb wechsle ich zwischen beiden Sprachen“, sagt der 18-jährige Marinkovic, der seit seinem 14. Lebensjahr textet. Steffen Gundlach hat französische Wurzeln in seiner Familie, rappt deshalb auch bilingual. Vorbilder der Drei sind etwa Sido mit seinen frühen Werken, oder auch Serc651 und Eko Fresh. Marinkovic orientiere sich an den Wortspielen des Rappers Kollegah.

Viel Zeit für andere Hobbys bleibt den drei Musikern kaum. Nach der Arbeit feilen sie an neuen Texten und verbringen ihre Wochenenden und freien Stunden entweder im Tonstudio des Rotenburger Jugendzentrums oder im Heimstudio von Adrian Becker.

Zusätzlich zu der Zeit investieren die Künstler auch viel Geld. Neben den Gebühren für Aufnahmen, sollen bald die Kosten für gekaufte Beats entfallen, denn die Drei haben in ein spezielles Computerprogramm investiert und basteln an ihren eigenen Hooklines.

Auch die Zusammenarbeit mit Sängerinnen wie Miiflora ist Bestandteil ihres Schaffens. In den sozialen Netzwerken wie Facebook oder dem Videoportal Youtube haben die Künstler unter dem Namen 318 Music Productions bereits produzierte Tracks und Videos hochgeladen. Auch zwei Musikvideos haben die Rapper mit Unterstützung des Unterstedters Jan Niklas Bogatka und „Magic Round Animations“ schon produziert. Rund drei Monate von der Konzeption mit eigenem Skript über den Dreh bis zum finalen Schnitt haben sie für ihr neuestes Video gebraucht, das am 24. Dezember veröffentlicht werden soll. Dazu gehörten etwa auch Genehmigungen von Stadt und Polizei, um Szenen auf dem Marktplatz zu drehen. Nach Drehschluss kam dann die größte Herausforderung. „Wir hatten 18 Gigabyte Daten und etwa vier Stunden Filmmaterial, die auf vier Minuten gekürzt werden mussten. Die Entscheidung, welche Szenen verwendet werden, war bei so viel Auswahl schwierig“, sagt der 22-jährige Gundlach.

Das Ziel ist gesteckt: „Wir wollen nächstes Jahr live etwa in Hamburg auftreten und ein Album produzieren“, sagt Mirankovic. Ihr Traum wäre es, von der Musik leben zu können. Damit dies es kann, sind Gundlach, Becker und Mirankovic auf die Fans angewiesen, die ihren Youtube-Kanal abonnieren und ihre Facebook-Seite liken. Auch Kanäle auf Instagram und Twitter sollen folgen. Bisher besuchen rund 300 Abonnenten ihren Kanal auf dem Videoportal. Die Zahl soll noch steigen. „Ich habe mit Goran gewettet, dass wir bis Sommer 500 Abonnenten auf Youtube bekommen“, sagt Gundlach und hofft, dass er die Wette gewinnt. Der Verlierer zahlt nämlich den nächsten Video-Dreh.

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