Eine Randnotiz zu der Serie über den Alltag in unseren Schulen

Alle Achtung!

Randnotiz von Michael Schwekendiek. Fünf Tage in fünf verschiedenen Schulen. Mein Fazit: alles anders als früher! Glücklicherweise. Schule – egal wo – ist deutlich schülerorientierter geworden, sehr viel offener und fördernder. Das Verhältnis zwischen Unterrichteten und Unterrichtenden ist eindeutig partnerschaftlicher, als ich es noch erlebt habe.

Und, auch wenn ein umfassendes Urteil nach den paar Tagen nicht möglich ist: Das Niveau ist erstaunlich. In Englisch, ein Fach, das ich an nahezu allen Schulen miterlebt habe, ist es deutlich höher als früher! Ob Englischunterricht in der ersten oder auch dritten Klasse wirklich wichtig ist, weiß ich nicht. Auch die Lehrerinnen an den weiterführenden Schulen hatten da keine einhellige Meinung.

Ob die Durchmischung der Jahrgänge und Niveaustufen der Weisheit letzter Schluss ist, darüber kann und möchte ich mir kein Urteil erlauben. Das können, sollen und müssen ja auch Eltern beziehungsweise Lehrer entscheiden. Immerhin: Man kann wählen in Rotenburg!

Tolle Unterrichtende habe ich erlebt! Motiviert und engagiert! Aber ich will auch nicht verschweigen, dass es hier und da erhebliche Ängste gab. Auf der einen Seite vor einem in der Klasse sitzenden Zeitungsmenschen. Das ist ja noch verständlich. Größer waren die Ängste auf der anderen Seite aber oft vor den Kollegen oder den Eltern. Die Eltern einer Klasse wollten im Übrigen überhaupt keinen „Zeitungsbesuch“, und auch das Kollegium einer ganzen Schule, bei der ich angefragt habe, hat abgelehnt. Schade! Öffentlichkeitsarbeit ist auch eine Chance für jede Schule. Und die, die mich haben „hinter die Kulissen“ schauen lassen, brauchten sich wahrlich nicht zu verstecken.

Schließlich: die neue IGS – rein bautechnisch ein Geschenk! Montessori ist klein und „gemütlich“, die Stadtschule macht viel aus den gegebenen baulichen Möglichkeiten, die eben lange nicht so toll sind wie bei einem Neubau. Da hängen BBS und Ratsgymnasium allen ein wenig hinterher. Da sind zwar auch beeindruckend schöne Räume. Aber einige dringend notwendige Renovierungsarbeiten und Investitionen sind nicht zu übersehen.

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