Gerberstraße in Rotenburg wird zur zweiten Fahrradstraße im Landkreis

Radfahrer haben Vorrang

Ab dem 27. August werden Fahrräder in der Rotenburger Gerberstraße bevorzugt. - Foto: Witte

Rotenburg - In der Rotenburger Gerberstraße werden ab dem 27. August die Fahrräder bevorzugt. Nach der Straße Hemphöfen entsteht in der Kreisstadt dort die nächste Fahrradstraße. Auch landkreisweit wird es erst die zweite überhaupt sein. Zwei Jahre Erfahrung mit Hemphöfen haben gezeigt, dass die Regelung für alle Verkehrsteilnehmer gut funktioniert, heißt es aus dem Rathaus.

Die Wahl sei auf die Gerberstraße gefallen, da es dort zum einen viel Fahrradverkehr gebe, zum anderen sei sie durch die anliegenden Schulen eine Ziel- und keine Durchgangsstraße, sagt Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber (SPD). Für die vielen Schüler von Ratsgymnasium, Theodor-Heuss-Schule, Integrierter Gesamtschule und Pestalozzischule, die dort unterwegs sind, habe die Umgestaltung der Straße an ihrer Schule auch einen weiteren Vorteil: „Sie werden mit der Regelung einer Fahrradstraße vertraut gemacht“, meint Weber.

Die Umstellung der Gerberstraße erfolge ohne bauliche Maßnahmen, so Uwe Knabe vom Rotenburger Verkehrsamt. „Wir haben das in Hemphöfen so ausprobiert und gesehen, dass es funktioniert“, erklärt er die Entscheidung, die Straße mit Schildern, Piktogrammen und Markierungen auszurüsten. Bauliche Maßnahmen seien rechtlich nicht zwingend notwendig.

Am Sonntag, 27. August, wird die Fahrradstraße im Rahmen des Starts des Stadtradelns eröffnet, und dann wird auch die Beschilderung aufgestellt. Die Markierungen werden voraussichtlich kurz vorher gesetzt. „In der Gerberstraße sind dann die Fahrradfahrer absolut bevorrechtigt“, erklärt Knabe. Alle Kraftfahrzeuge dürfen sie aber weiterhin befahren – darauf werde das Schild „Kfz frei“ hinweisen. So soll der Schulbetrieb weiter reibungslos laufen können.

Für alle Verkehrsteilnehmer gelte aber weiterhin Tempo 30. Allerdings würden sich motorisierte Fahrzeuge gegebenenfalls der Geschwindigkeit anpassen müssen, denn Radfahrer dürfen nicht gefährdet oder behindert werden. „Außerdem können Fahrradfahrer dann auch Nebeneinander fahren“, sagt Knabe. Generell gelte natürlich auch auf einer Fahrradstraße immer gegenseitige Rücksichtnahme.

Die Stadt Rotenburg möchte zukünftig weitere Straßen für die hiesigen Radler umbauen. So sollen etwa die Harburger Straße und die Straße Am Sande fahrradfreundlicher werden. „Die Goethestraße ist auch auf dem Planungstableau“, so Weber. Generell nehme die Kreisstadt schon jetzt – auch durch die bevorrechtigten Fahrradwege – eine Vorreiterrolle ein, glaubt er.

Von Farina Witte

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Sportwerbewoche des TSV Süstedt

Sportwerbewoche des TSV Süstedt

Die Waffen sind weg: Farc-Krieg ist endgültig Geschichte

Die Waffen sind weg: Farc-Krieg ist endgültig Geschichte

Bund und Niedersachsen streiten über Zahl der Fipronil-Eier

Bund und Niedersachsen streiten über Zahl der Fipronil-Eier

Vorsicht: Im Straßenverkehr dieser Länder geht es gefährlich zu

Vorsicht: Im Straßenverkehr dieser Länder geht es gefährlich zu

Meistgelesene Artikel

1500 Schützen feiern in Westervesede

1500 Schützen feiern in Westervesede

Kommersabend des Kreisschützenfestes: „Heute wollen wir nur feiern“

Kommersabend des Kreisschützenfestes: „Heute wollen wir nur feiern“

Rotenburger Werke feiern das Sommerfest an der Lindenstraße

Rotenburger Werke feiern das Sommerfest an der Lindenstraße

Kreisel ist ab morgen dicht

Kreisel ist ab morgen dicht

Kommentare