Quizshow über Europa

Verein „Bürger Europas“ stellt 92 BBS-Schülern Fragen zur EU

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Diese sieben BBS-Schüler drückten am schnellsten den richtigen Knopf und erhielten kleine Präsente von Moderator Christoph Krakowiak (4.v.l.). Studiendirektor Erwin Eggers (r.) holte die „Euro-Infotour“ in die Kreisstadt.

Rotenburg - Von Joris Ujen. Wissen und Geschwindigkeit waren gestern in der Aula der Berufsbildenden Schulen (BBS) Rotenburg gefragt. Dort hat der Verein „Bürger Europas“ aus Berlin, gefördert vom Finanzministerium, mit seiner „Euro-Infotour 2017“ halt gemacht.

Mit einem interaktiven Quiz zur Europäischen Union befragte Christoph Krakowiak die jungen Teilnehmer zur Geschichte und zu aktuellen Themen der EU. Gerade in Zeiten des Brexit, wachsendem Populismus und Nationalismus ist Aufklärung für junge Bürger wichtiger denn je, dachte sich Studiendirektor Erwin Eggers und holte das Quiz in die Kreisstadt. Als Europaschule möchte sich die BBS für den Länderverbund stark machen und hat 92 Schüler auf die Probe gestellt.

Zu Beginn erhielt jeder der Schüler ein Abstimmungsgerät, mit dem sie aus drei Antwortmöglichkeiten innerhalb von zehn Sekunden Fragen beantworten konnten. Das Ergebnis erschien anschließend auf einem großen Flachbildschirm, der oder die Schnellste bekam ein Geschenk. Moderiert von Christoph Krakowiak, der samt Quiz für den Verein „Bürger Europas“ unterwegs ist, mussten die jungen Teilnehmer teils leichte aber auch schwere Fragen beantworten. 

BBS-Schülerin Alicia Meyer drückte als Erste den richtigen Knopf und bekam von Christoph Krakowiak einen Schlüsselanhänger.

Die Stimmenmehrheit, übersichtlich in Prozentzahlen angezeigt, lag bei den meisten Fragen richtig. Einige Ausnahmen gab es aber dennoch: So wusste oder erriet nur ein Fünftel der Schüler, die korrekte Reihenfolge der Länder mit der größten Wirtschaftsleistung (BIP) des vergangenen Jahres. Die meisten tippten auf China oder die EU als Spitzenreiter, tatsächlich sind es die Vereinigten Staaten von Amerika. „Warum stehen die USA ganz oben? Liegt es an dem Waffenexport?“, wollte ein Schüler wissen. „Der spielt nur eine marginale Rolle“, klärte Krakowiak auf. „Schaut mal auf die Herkunft eurer Handys oder Tablets. Viele kommen von dort. Die EU hingegen hat vieler dieser Technologien verschlafen.“

Auch abseits der Quizfragen stellte Krakowiak immer wieder das Wissen der Teilnehmer auf die Probe: „Wer von euch kann die sechs Gründungsstaaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft aufzählen?“ Ein aufmerksamer Schüler wusste prompt die richtige Antwort. So war die Veranstaltung auch eine Art interaktiver Unterricht, bei der die Schüler mit ihrem Wissen und ihrer Neugier glänzen konnten. Einer drückte sogar so schnell die richtigen Antworten, dass er dreimal ein kleines Präsent vom Moderator erhielt. Aus Fairnessgründen durfte er dann nicht mehr mitspielen.

Die Quizshow ist gefragt: Krakowiak fährt mit seinem Equipment heute nach Osterholz-Scharmbeck und anschließend nach Osnabrück. Insgesamt 60 Veranstaltungen kommen dabei in diesem Jahr zusammen. Neben Schulen besuchen die „Bürger Europas“ auch Bürgerhäuser und Seniorentreffs. Infos zur „Euro-Infotour“ und zum Verein „Bürger Europas“ gibt es im Internet.

www.euroinfotour.de

www.buerger-europas.de

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