Projektwoche: Schüler setzen sich mit dem Thema Drogen auseinander

Nicht auf Schwächen achten, sondern Stärken erkennen

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Jede Gruppe beschäftigt sich mit dem Thema „Ich bin stark“.

Rotenburg - Von Elisabeth Stockinger. Wer in diesen Tagen die Lindenschule in Rotenburg besucht, der stellt schnell fest, dass es dort ein bisschen anders zugeht als an normalen Unterrichtstagen. Auf den Fluren wuseln Mädchen und Jungen aller Altersklassen umher, aus den Räumen tönt Musik und lautes Gelächter, und wer eine bestimmte Klasse sucht, wird enttäuscht. Denn Klassen gibt es in dieser Woche nicht. Es ist Projektwoche, das Thema lautet „Ich bin stark“.

„Wir haben uns für dieses Thema entschieden, um gemeinsam die Fragestellung zu erörtern: ,Wie gehe ich mit Gefahren in Form von Drogen um?‘“, erklärt Förderschulrektor Eberhard Thamm. Alkohol, Zigaretten und andere Genussmittel: „Wir wollen nicht moralisch an die Sache herangehen, sondern vielmehr sollen die Schüler erkennen, warum sie diese Dinge nicht brauchen.“ Das Zauberwort laute dabei: Gefühle. Mut haben, diese offenzulegen und die Stärke zeigen, die eigenen Schwächen zu erkennen.

Mit dabei sind in dieser Woche auch eine Grundschulklasse aus Hemslingen und zwei Klassen der Sottrumer Grundschule am Eichkamp. Gemeinsam mit den Lindenschülern haben sie sich im Vorfeld in 20 verschiedene Projektgruppen einteilen lassen. „Mädchenpower“ heißt etwa die eine, „Was tut mir gut?“, die andere. Für alle steht am Freitag eine Präsentation an, in der sie ihre Erlebnisse und Erkenntnisse aus der Woche präsentieren.

Die Theatergruppe etwa studiert das Stück „David und Goliath“ ein. „Darin wird deutlich, dass nicht unbedingt derjenige gewinnt, der groß und stark ist“, begründet Lehrerin Kathrin Frost die Wahl. „Sondern derjenige mit Verstand, Mut und Gottvertrauen.“ Das Stück sitzt bei allen Beteiligten bereits am Mittwochmittag so astrein, als wäre es die Premiere. Zeit genug für die Mädchen und Jungen also, sich bis Freitag um ihre Kostüme zu kümmern, selbst gebastelt versteht sich.

Ein paar Räume weiter wird es musikalisch: Unter der Leitung von Claudia Westphal steht das Lied „Manchmal wäre ich gerne so wie du“ auf dem Programm. Erst Sänger, dann das Schlagzeug, schließlich die Trommeln: Nach und nach erobert sich jedes Kind seinen Platz im Chor.

Akrobatisch geht es – natürlich – in der Turnhalle zu: Wenn alle anpacken, sich gegenseitig helfen und aufeinander vertrauen, dann steht am Ende die menschliche Pyramide. „In der Gemeinschaft kann man viel erreichen“, sagt Sportlehrer Jan Dirk Finke. „Und das ist so wichtig für unsere Präventionsarbeit“, bestätigt Eberhard Thamm. „Die Schüler erkennen, dass sie Drogen nicht brauchen. Sie sind von sich aus stark und können sich und somit anderen helfen.“

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