Taina spielt beim Wacken Open Air

Premiere im Metal-Mekka

Taina um ihren Frontmann „WoLand“ werden ihre Show zwei Mal beim diesjährigen Wacken Open Air zeigen.

Rotenburg - Von Michael Krüger. Der Festivalsommer 2017 erfüllt ein paar Träume lokaler Musiker. Die Band Taina mit Wurzeln in Rotenburg steht beim Wacken Open Air Anfang August auf der Bühne. Und das gleich zwei Mal.

„Für mich persönlich bedeutet das sehr viel“, schwärmt Gitarrist Sergej Tschernow, der bei Taina „SerZh“ ist. „Seitdem ich angefangen habe, Musik zu machen, ehemals mit meiner Metal-Band, wollte ich es immer bis zum Wacken schaffen. Dort zu spielen, war schon immer ein Traum. Jetzt ist es nach rund 14 Jahren endlich soweit“, so der 32-jährige begeistert.

Taina ist am Festival-Freitag (4. August) und -Samstag (5. August) Teil des Programms auf der sogenannten Wasteland-Bühne. Diesen Bereich gibt es auf dem weltweit größten und bekanntesten Metal-Festival erst seit drei Jahren – ein programmatisch gesonderter Bereich, der auf apokalyptisch angehauchte Musik ausgerichtet ist. Vor allem in den Abend- und Nachtstunden fühlt sich der Besucher dort in einen „Mad Max“-Film versetzt. Große Stahlkonstruktionen versprühen den Charme einer untergegangenen Zivilisation, überall lodern Flammen, dazwischen tummeln sich Cyberpunks, finstere Gestalten aller Art. Es gibt Umzüge, inszenierte Ereignisse und dazwischen Musik, die deutlich elektronischer angehaucht ist als auf den Hauptbühnen des Festivals.

Taina werden Teil der Show im Wasteland-Bereich des Wacken Open Air sein. - Archivfoto: dpa

Die Band Taina darf mit ihrem visuellen Konzept und dem harten Industrial-Rock dort genau hineinpassen. Das sieht auch Gitarrist „SerZh“ so: „Die Breite der Musikrichtung ist in den letzten Jahren extrem gestiegen, dadurch passen wir auch jetzt sehr gut in das Line-up rein, was uns natürlich sehr freut.

Für Tschernow selbst dürften die Auftritte im schleswig-holsteinischen „Metal-Mekka“ auch deswegen etwas Besonderes sein, weil er weiß, wie viel Arbeit hinter dem Aufbau eines solchen Festivals steckt. Der Rotenburger hatte maßgeblich über Jahre das „Metal Splash Open Air“ am Weichelsee organisiert. In Wacken war man 1990 mit einer ähnlichen Größenordnung gestartet, 800 Besucher fanden sich damals dort auf einer Wiese zum Konzert ein. 2014, als das „Metal Splash Open Air“ nach sieben Jahren zum letzten Mal stattfand, sagte Tschernow noch im Interview mit der Kreiszeitung: „Beim Wacken war ich schon lange nicht mehr. Da fahren wir erst wieder hin, wenn wir selbst spielen.“

„Es spielen dieses Jahr verdammt coole Bands dort“

Das ist in gut zwei Monaten nun soweit. Und was dürfen die Zuschauer erwarten? „In jedem Fall zwei energiegeladene Shows und einige neue Songs von unserem kommenden Album ,Seelenfresser’“, sagt Tschernow. Dass man auch selbst Fan ist, verschweigt Tschernow nicht. Zwei der vier Bandmitglieder seien noch nie in Wacken gewesen und freuten sich deswegen besonders: „Das ist schon ein Erlebnis wert. Es spielen dieses Jahr verdammt coole Bands dort. Das lassen wir uns nicht entgehen.“ Die Ankündigung, mit Marilyn Manson auf der Hauptbühne noch eine gemeinsame Show zu spielen, dürfte allerdings Wunschdenken bleiben...

Wer sich entschließt, dass der erste Auftritt einer Rotenburger Band in Wacken Grund genug ist, noch ein Ticket zu kaufen, der hat entgegen der Erfahrungen der Vorjahre auch jetzt noch relativ spontan dazu die Chance. Ausverkauft ist das Festival mit seinen üblicherweise rund 80 000 Zuschauern 2017 noch nicht. Wer es etwas gemütlicher haben will und nicht ganz so weit reisen möchte, der kann Taina zudem als Vorband der Rammstein-Coverband „Feuerengel“ am 2. September beim „Feuerfest“ in Scheeßel erleben. Dort sind die Tickets allerdings fast vergriffen.

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