Hoher Krankenstand und zu wenig Fachpersonal

Post kann im Altkreis Rotenburg nicht pünktlich liefern

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Die Zusteller der Post konnten zu Weihnachten nicht immer pünktlich liefern.

Rotenburg - Die Deutsche Post DHL Group hat große Probleme bei der Brief- und Paketzustellung im Altkreis Rotenburg eingeräumt. Das massiv steigende Sendungsaufkommen zu den Feiertagen habe in diesem Jahr regional nicht abgearbeitet werden können, bestätigte ein Unternehmenssprecher aus Hamburg auf Nachfrage. Viele Kunden hatten sich in den vergangenen Tagen in den Filialen oder bei den Zustellern direkt beschwert.

„Es gelingt uns nicht, pünktlich zu sein“, so der Post/DHL-Sprecher. Das Problem resultiere aus zwei Entwicklungen in den vergangenen Monaten. Zum einen sei der Krankenstand sehr hoch, zum anderen sei der Arbeitsmarkt im Landkreis Rotenburg mit einer Arbeitslosenquote von rund vier Prozent nahezu leer gefegt. Schon im Sommer habe die Post für den erwarteten Sendungsboom Vorbereitungen getroffen, heißt es aus der Hamburger Konzernzentrale. Bundesweit hat DHL für drei Monate befristet 10 000 Aushilfskräfte und 12 000 Fahrzeuge zusätzlich im Einsatz, um des Weihnachtsansturms Herr zu werden. Doch im ländlichen Gebiet zwischen den Metropolen Bremen und Hamburg habe das nicht zur gewünschten Entlastung geführt, so der Sprecher. Obwohl man nach Tarif zahle, seien auch kurzfristig noch Mitarbeiter abgesprungen. Das verbliebene Personal sei überlastet. Mittlerweile sei die Sendungsmenge aber wieder abgearbeitet.

Unterstützung aus Bremen und Verden

Was die Situation konkret bedeutet, schilderte am Donnerstag ein Briefträger aus Visselhövede: „Das habe in meiner fast 40-jährigen Laufbahn bei der Post noch nicht erlebt. Wir hatten eine echte Krankheitswelle und konnten vor Weihnachten die normale Post und natürlich die Berge an Paketen kaum rechtzeitig zustellen.“ Personelle Unterstützung sei sogar von den Briefverteilungszentren in Verden und Bremen angereist. „Da waren Kräfte der mittleren Führungsebene der Post mit dem Navi unterwegs, um in den kleineren Dörfern zuzustellen“, erzählte der Visselhöveder. Kunden berichteten davon, dass tagelang gar keine Briefe oder Pakete angekommen seien und dann in großen Schüben. Darunter auch Weihnachtspost, die erst in dieser Woche ihr Ziel erreicht habe – trotz eigentlich rechtzeitiger Aufgabe. Eine Pflicht, taggenau zu liefern, gibt es aber beim normalen Paket oder Brief nicht, stellt der Post-Sprecher klar. Dafür müsste ein Expressbrief über der DHL-Kurierdienst aufgegeben werden. Und der koste ab 10,90 Euro aufwärts. 

mk/jw

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