Netzwerkarbeit

Clankriminalität: Polizisten durchsuchen Gaststätte in Rotenburg

Zu sehen ist ein Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht.
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Die Polizei hat am Dienstagvormittag gemeinsam mit anderen Behörden des Netzwerks zur Bekämpfung der Clankriminalität eine Rotenburger Gaststätte und die Privatwohnung des Betreibers durchsucht.

Rotenburg – Beamte der Rotenburger Polizei haben am Dienstagvormittag gemeinsam mit anderen Behörden des Netzwerks zur Bekämpfung der Clankriminalität eine Rotenburger Gaststätte und die Privatwohnung des Betreibers durchsucht. Das teilt Polizeisprecher Heiner van der Werp mit, ohne allerdings auf Details einzugehen. Auch den Namen der Gaststätte nennt er auf Anfrage nicht.

Erkenntnisse aus einer Großkontrolle, die die Sicherheitspartnerschaft im Oktober initiiert hatte, führten letztlich zum Verdacht einer Wirtschaftsstraftat. „Diese Maßnahme ist also eine Folge der Kontrollen von vor einigen Wochen“, so der Polizeisprecher. Bei der Aktion am Dienstag beschlagnahmten die Beamten seinen Angaben nach nicht nur Buchführungsunterlagen, sondern auch Kontoauszüge, Smartphones sowie das Kassensystem des Betriebes. Die Ermittlungen dauern an. „Das Netzwerk lebt“, so van der Werp im Gespräch mit unserer Redaktion. Dieses Netzwerks zur Bekämpfung der Clankriminalität war im Oktober 2020 als „Sicherheitspartnerschaft“ gegründet worden und besiegelt worden. Neben der Polizei und den 13 Verwaltungseinheiten des Landkreises sind das Gewerbeaufsichtsamt, das Finanzamt sowie der Zoll daran beteiligt. Mit der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Clankriminalität in Stade arbeitet man eng zusammen.

Netzwerk braucht langen Atem

Zwei Polizistinnen der Polizeiinspektion Rotenburg kümmern sich zudem ausschließlich um dieses Thema. Bei dieser auf Dauer angelegten Partnerschaft geht es um die interdisziplinäre Bekämpfung von Gefahren, Straftaten und Ordnungswidrigkeiten durch clankriminelle Gruppierungen im Landkreis, hieß es seinerzeit. „Es ist wichtig, dieses Thema zur Chefsache zu machen, um es so in seiner Bedeutung richtungsweisend zu unterstreichen und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Rücken zu stärken“, sagte der damalige Polizeichef und heutige Bürgermeister der Stadt Rotenburg, Torsten Oestmann, vor der Unterschrift. Eine zielgerichtete und umfangreiche Zusammenarbeit aller Behörden und Institutionen sei die wesentliche Voraussetzung für die Bekämpfung der Clankriminalität.

Welche Behörden an der Aktion in einer Rotenburger Gaststätte beteiligt waren, will van der Werp allerdings nicht mitteilen. Er unterstreicht aber noch einmal sehr deutlich: „Wir versuchen intensiv, dieses System trocken zu legen.“ Das genau dafür ein „langer Atem“ erforderlich ist, hatte Torsten Oestmann schon am Tag der Unterschrift für die Sicherheitspartnerschaft unterstrichen.  men

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