Vor allem Kraftfahrer sollen sensibilisiert werden

Polizei und Landkreis informieren über „Afrikanische Schweinepest“

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Der Aushang ist in sechs verschiedenen Sprachen erstellt worden.

Rotenburg - Dass sich die „Afrikanische Schweinepest“ mit großen Schritten von Ost- nach Westeuropa ausbreitet, führt auch in Deutschland zu großer Sorge. Im Regelfall war bislang mit einer Ausbreitungsgeschwindigkeit von 25 Kilometern pro Jahr zu rechnen, da zum überwiegenden Teil Wildschweine von dieser Viruserkrankung betroffen waren und die Tierkrankheit verbreiteten.

Zuletzt wurde die „Afrikanische Schweinepest“ jedoch auch bei Hausschweinen in Osteuropa diagnostiziert. Weiterhin sei auffällig, dass der Krankheitserreger einen „weiten Sprung“ gemacht habe, so die Mitteilung vom Veterinäramt des Landkreises Rotenburg.

Im Zuge der Ursachenforschung stieß man darauf, dass das Virus verschleppt wurde und zwar durch kontaminierte Lebensmittel, Bekleidung oder auch im Zuge von Tiertransporten. Man gehe derzeit davon aus, dass der internationale Güterverkehr dafür eine der wahrscheinlichsten Möglichkeiten ist. Gerade in diesem Bereich werden sehr weite Strecken zurückgelegt. Durch mitgebrachte Lebensmittel, deren Reste auf dem Transportweg - zum Teil an Rastplätzen und in der freien Natur - entsorgt werden, könne der Krankheitserreger auch nach Deutschland gelangen. Daher hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft dazu ein Infoblatt erstellt. Mit dem, in mehrere osteuropäische Sprachen übersetzten, Flyer ist beabsichtigt, auf die Gefahr aufmerksam zu machen und die Fernfahrer zu sensibilisieren.

Gezielte Kontrollen der Polizei

Mit der Hansalinie zwischen Bremen und Hamburg liegt der Landkreis Rotenburg direkt an einer europäischen Ost-West-Verbindung. Die hochfrequentierte Verkehrsader stellt einen der möglichen Verbreitungswege dar. In Kooperation mit dem Landkreis Rotenburg verteilen Polizeibeamte der Autobahnpolizei Sittensen in nächster Zeit die Infoblätter an Raststätten, Parkplätzen und im Rahmen von Kontrollen an Fernfahrer und bitten vor allem um die nötige Achtsamkeit im Umgang mit eingeführten Speisen. „Mit gezielten Kontrollen des osteuropäischen Güterverkehrs und der direkten Ansprache der Fahrer leistet die Rotenburger Polizei einen kleinen Beitrag zur Bekämpfung der Schweinepest“, so Polizeioberkommissar Jens Platen von der Autobahnpolizei Sittensen.

Darüber hinaus wird die Ausbreitung der „Afrikanischen Schweinepest“ zentrales Thema des Fernfahrerstammtisches der Polizeidirektion Lüneburg sein. Er findet am 7.3.2018 im Restaurant der Rastanlage Ostetal (Süd), direkt an der A1 statt. Dr. Markus Wendt, Veterinär beim Landkreis Rotenburg, wird über den aktuellen Sachstand informieren. Alle Freunde des Stammtisches aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich dazu eingeladen.

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