Kommentar zur Podiumsdiskussion

Selbst entlarvt

Kommentar von Michael Krüger - Der Landrat als Kreiswahlleiter ist pessimistisch. Er befürchtet, dass am 11. September noch weniger Menschen zur Kommunalwahl gehen als vor fünf Jahren. Damals war es nicht einmal jeder zweite Rotenburger.

Michael Krüger

Interessieren sich die Bürger nicht für das, was vor ihrer Haustür passiert? Natürlich ist auch in diesem Wahlkampf vieles austauschbar. Den Slogans fast aller Parteien kann man gar nicht widersprechen. „Mehr Sicherheit“, „Soziales“, „Bildung“ usw. – alles schon x-fach gelesen. Aussagen zur Region? Mangelware. Mitunter war das leider auch im Ratssaal der Fall.

Die Neulinge hatten die Chance, frischen Wind spüren zu lassen. Ein überraschend smarter Newcomer von den Grünen, ein angriffslustiger FDP-Vertreter und ein souveräner CDU-Kandidat ohne Parteibuch taten dies und dürfen sich als Gewinner des Formats sehen. Alle drei täten dem Stadtrat gut. 

Und die anderen? Licht und Schatten. Die öffentliche Bühne ist nicht für jeden geschaffen, gerade Lokalpolitik braucht aber nicht die große Show. Da könnte es sich lohnen, genauer hinzuschauen. Wenigstens zwei Kandidaten, die Neulinge der Alfa und AfD disqualifizierten sich allerdings selbst: Wer in den Stadtrat möchte, muss sich auch zu städtischen Streitthemen äußern können. Allein dafür hätte die Diskussion mehr Zuschauer verdient gehabt: Damit jeder sieht, was vom Rechtspopulismus inhaltlich bleibt.

Lesen Sie hier den Artikel zur Podiumsdiskussion mit Anwärtern auf einen Platz im Stadtrat.

Rubriklistenbild: © Röhrs

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