Planer des Rotenburger Rathauses schaut nach rund 40 Jahren als Künstler wieder vorbei

Architektur und Malerei vereint

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Georg Niederleig (r.) erhält von Heinz Bensch ein Erinnerungsgeschenk an die gemeinsame Zeit in Rotenburg.

Rotenburg - Im Herzen des Architekten und Künstlers Georg Niederleig schlagen zwei Herzen. Eines für die Malerei und das andere für die Architektur. Der 82-Jährige hat vor mehr als 40 Jahren das Rotenburger Rathaus und später den Erweiterungsbau entworfen. Trotzdem hat er sich all die Jahre parallel zur Arbeit seiner großen Leidenschaft – der Malerei – gewidmet. Nun zeigt der Künstler aus Detmold rund 20 Bilder im Foyer des Verwaltungsgebäudes.

Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber begrüßte den Künstler der Ausstellung „Geometrische Bilder“. Er freue sich, dass der „Vater des Rathausgebäudes“, sowohl des Neu- als auch des Altbaus, an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt sei.

Auch der damalige Stadtplaner Heinz Bensch und Friedrich Kuhle, der 1984 Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Rotenburg war, haben es sich nicht nehmen lassen an der Vernissage teilzunehmen. Beide hatten das Ringen um die Rathauserweiterung hautnah miterlebt und nutzten die Ausstellungseröffnung, um sich gemeinsam mit dem Künstler und Architekten an die alten Zeiten in der Kreisstadt zu erinnern. Schnell hatte der Bürgermeister den Bogen vom Architekten zum Künstler Niederleig gespannt. Obwohl die Realisierung des Erweiterungsbaus wegen der Bürgerproteste gegen den Neubau ziemlich viel Nerven kostete, habe der Künstler Zeit gefunden, künstlerisch tätig zu sein. Die ausgestellten Bilder greifen mit den Mitteln der geometrischen Abstraktion die frühe Moderne auf und lassen verschiedene Deutungen offen. Weber erkannte in einem der Bilder einige Elemente des Rotenburger Rathauses wieder.

Der Künstler selbst stellte den Besuchern die Bilder persönlich vor. Viele sprächen für sich selbst, meinte er. „Die Bilder sind eine Sache, aber das Besondere an diesem Abend ist der Rahmen dieser Ausstellung. Nämlich das Ausstellungsgebäude“, meldete sich der Künstler auch zu Wort. Auf dieser Vernissage werde sicherlich nicht nur über die Werke gesprochen, sondern auch auf vielerlei Ebenen an die aufregende Zeit vor und während des Baus 1984 erinnert werden. Kunstinteressierte können die etwas andere Ausstellung noch bis Montag, 29. Februar, besuchen.

go

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