Gemeinschaftsanlage für Wohngebiet 55+ lässt weiter auf sich warten

Pläne in Arbeit, Investorensuche läuft

Hier soll bald was passieren, wenn es nach Detlef Münnich und Birgit Strahmann-Cordes geht.
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Hier soll bald was passieren, wenn es nach Detlef Münnich und Birgit Strahmann-Cordes geht.

Rotenburg – Birgit Strahmann-Cordes und ihr Nachbar Detlef Münnich lassen nicht locker. Zwar nehmen die beiden Teilbereiche für die Generation 55+ im Neubaugebiet an der Brockeler Straße immer mehr Form an – der erste Teil ist bereits komplett bebaut –, aber ein aus ihrer Sicht ganz wesentlicher Bestandteil der ursprünglichen Idee fehlt noch immer: Sie wollen dafür sorgen, dass es bald zum Bau eines Gemeinschaftshauses für die ältere Generation kommt.

Diese Gemeinschaftsanlage könnte nicht nur die Außenstelle eines Pflegedienstes, sondern auch einen Hausmeisterservice, eine Ladestation für E-Autos, vielleicht sogar einen Stellplatz für einen E-Auto-Verleih, auf jeden Fall aber Zimmer für die Unterbringung von Gästen sowie einen Veranstaltungsraum beherbergen. „Wir werden alle älter und möchten gerne den Rest unseres Lebens hier verbringen“, sagt Detlef Münnich. Das Haus soll Treffpunkt und Service-Anlaufstelle zugleich sein. Das Bemühen, Einsamkeit im Alter zu vermeiden, spiele ebenfalls eine Rolle dabei. „Die Volkshochschule Rotenburg könnte sich ebenfalls vorstellen, dort Kurse anzubieten“, ergänzt die 60-jährige Birgit Strahmann-Cordes.

Sie war es vor mehr als sieben Jahren, die die Idee eines solchen Wohngebietes für die ältere Generation in Rotenburg ins Spiel gebracht und vorangetrieben hat. Auch ihr Anliegen war es, im Alter weiterhin in den eigenen vier Wänden wohnen zu können – aber eben kleiner und vor allem altersgerecht. Vor vier Jahren hat sie mit ihrem Mann das neue Haus bezogen. Die Idee damals: Wer ein Grundstück im Bereich 55+ kauft, zahlt pro Quadratmeter zehn Euro für die Finanzierung eines Gemeinschaftshauses. Daraus ist allerdings nichts geworden. Und: Zunächst war die Realisierung ein etwa 2 000 Quadratmeter großes Grundstück freigehalten worden – jetzt steht nur noch eines mit knapp 400 Quadratmetern dafür zur Verfügung.

Die Umsetzung der alten Idee ist ganz offensichtlich nur mit der Entwicklung neuer Wege machbar. Es geht in erster Linie um die Finanzierung. Versuche, mit den Investoren einer Reihenhausanlage für die ältere Generation im zweiten Teil des Neubaugebietes zu kooperieren, haben sich nicht umsetzen lassen. Zwar soll die Anlage in umittelbarer zu dem Grundstück entstehen, das für das Gemeinschaftshaus vorgesehen ist. Aber letztendlich scheiterte das Bemühen an der Frage, wer in welcher Form die finanziellen Risiken übernimmt.

Detlef Münnich und Birgit Strahmann-Cordes sowie zwei weitere Nachbarn im engeren, aktiven Kreis fahren jetzt zweigleisig: „Wir lassen gerade Pläne für ein solches Haus erstellen, um deutlich zu machen, wie wir uns das vorstellen“, so Münnich. Parallel dazu mache man sich weiterhin auf die Suche nach Investoren, die sich in dieses Projekt einbringen möchten. Außerdem wollen sie sich nun an die Fraktionen im Rotenburger Stadtrat wenden, schließlich hatte die Stadtverwaltung angedeutet, dass es vielleicht Fördermittel für den Bau eines solchen Hauses geben kann. „Gehört haben wir aber dazu noch nichts“, sagt Strahmann-Cordes. Zugleich sei es wichtig, sich über mögliche Organisationsstrukturen zu informieren, die helfen könnten, aus der schon mehrere Jahre reifenden Idee Realität werden zu lassen. Eine Genossenschaft könnte das sein, vielleicht aber auch ein Verein.

Der aktive Kreis in dieser Sache ist überschaubar, aber Birgit Strahmann-Cordes versichert im Gespräch mit unserer Redaktion: „Der Kreis der Interessenten ist deutlich größer.“ Allein in die WhatsApp-Gruppe, über die sie immer wieder ihre Nachbarn informiert, habe rund 20 Mitglieder. Trotz des unermüdlichen Einsatzes weiß Detlef Münnich: „Es ist wirklich nicht leicht, diese Idee über so viele Jahre am Laufen zu halten.“ Aber sie wollen eben nicht locker lassen, weil es ihnen wichtig ist, für die Gemeinschaft etwas Sinnvolles auf die Beine zu stellen, wovon am Ende alle profitieren können. Wie ernst es ihnen damit ist, beweisen sie auf dem Grundstück, das die Stadt für den Bau zur Verfügung stellt: „Wir kümmern uns zurzeit um die Pflege der Fläche“, sagt Birgit Strahmann-Cordes. Interessierte Investorten können sie sich bei ihr unter der Mailadresse 55plus@gmx.de melden.

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