Förderverein der Rotenburger Schule will Stelle aus eigenen Mitteln finanzieren

Pestalozzischule braucht Hilfe für eigenen Bufdi

Jeremy (v.l.), Jonas, Valerie, Enrique, Justin und Schmaila würden sich genau wie die Fördervereinsvorsitzende Regina Majchrzak freuen, wenn eine Bufdi-Nachfolgerin für Rebekka Rothammel (r.) finanziert werden könnte.

Rotenburg - Die Rotenburger Pestalozzischule hofft auf finanzielle Unterstützung aus der Bevölkerung oder der Wirtschaft, um eine Stelle im Bundesfreiwilligendienst weiter anbieten zu können. Da die Schule kein eigenes Ganztagsangebot oder andere besondere Personalbudgets hat, wird die Stelle anders als in anderen Schulen, Vereinen oder Einrichtungen nicht bezuschusst. Dem Förderverein als Träger gehen nun allerdings die Mittel aus.

Eigentlich würde Rebekka Rothammel gerne noch bleiben. Die 19-Jährige aus Rotenburg ist seit August als Bundesfreiwillige oder kurz „Bufdi“ in der Rotenburger Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen tätig, mit dem Schuljahr endet die Tätigkeit hier jedoch für sie. „Mir macht es viel Freude, ein offenes Ohr für die Schüler zu haben, ihnen zuzuhören oder einfach mit ihnen über Alltägliches zu plaudern“, sagt sie begeistert. „Es ist wirklich kein Tag wie der andere. Ich habe ganz viele neue Erfahrungen sammeln können und werde diese Arbeit nach meinem Dienst im Sommer bestimmt vermissen. Man guckt dabei wirklich nicht auf das Geld, sondern kann sich vielfältig in der freundlichen und offenen Schulgemeinschaft der Pestalozzischule sozial engagieren.“ Rothammels Einsatzgebiete in der Pestalozzischule sind vor allem die Unterstützung im Unterricht sowie die Hausaufgabenbetreuung und die Pausengestaltung.

Da die Pestalozzischule die Stelle mit dem entsprechenden Taschengeld jedoch selbst finanziert und bislang noch keine volle Unterstützung zum Beispiel durch den Landkreis in Aussicht steht, ist man auf Spenden angewiesen. Im nunmehr vierten Jahr hat der Förderverein das koordiniert. Doch: „Zu gerne würde der Förderverein auch für das nächste Schuljahr für die Pestalozzischule wieder einen Bufdi finanzieren. Aber unsere Kapazitäten sind hierfür nahezu erschöpft“, sagt die Vorsitzende Regina Majchrzak. Auch Rothammel selbst wirbt dafür, dass es an der Schule einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin gibt: „Für die Schüler ist der Bufdi ein wichtiger Bestandteil des Schullebens an der Pestalozzischule. Für alle wäre es sehr schade, wenn es im nächsten Schuljahr keinen mehr gäbe!“

Widerspruch gibt es seitens der Schülerschaft dagegen nicht. Ganz im Gegenteil: Mit einer Unterschriftenaktion wird für die Fortführung geworben. Die „Hausaufgabenunterstützung“, der Bufdi als „Kummerkasten“, „Konfliktlöser“ und „Mitorganisator der Spieleausleihe“ sind nur einige der Argumente, die von den Schülern angeführt werden und mit dem der Spendenaufruf des Fördervereins unterstützt wird.

„Wir würden gerne die neue Tradition, eine Bundesfreiwilligendienststelle an der Schule anzubieten, aufrecht erhalten. Es ist ein absolut positives Geben und Nehmen“, appelliert Schulleiterin Nicola Feil. Majchrzak betont: „Wir sind für jede Spende dankbar!“ mk

Kontakt

Förderverein der Pestalozzischule Rotenburg, Stichwort: Bundesfreiwilligendienst, Gerberstraße 18, 27356 Rotenburg, IBAN: DE98 2415 1235 0026 8378 72. pestalozzischule-row.de

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