Perry und Norbert Neupert sind insgesamt nahezu 18 Stunden in der Luft

Nur mit Zahnbürste und Jacke

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Perry (l.) und Norbert Neupert vor dem Start.

Rotenburg - Am Mittwoch gegen neun Uhr holten die Brüder Norbert und Hans-Joachim Neupert (eher als Perry in Rotenburg bekannt) ihren Motorsegler Typ SF 25 C -Falke aus dem Hangar des Vereins für Luftfahrt in Rotenburg. „Wir machen unsere Maschine reisefertig und checken vor dem Abflug noch einmal alles durch“, erklärt Perry direkt vor dem Start ins Abenteuer.

Die beiden leidenschaftlichen Piloten haben sich ein festes Ziel gesteckt: Die Brüder wollen vom nördlichsten Flugplatz (Sylt) zum südlichsten Fliegerhorst (Herten-Rheinfelden) Deutschlands und Zurück nach Rotenburg fliegen. „Das Besondere an unserem Vorhaben ist, dass wir mit einem Motorsegler fliegen, der in etwa der Technologie der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts entspricht“, erzählt Pilot Norbert Neupert. Das Flugzeug habe eine Spannweite von 15 Metern und wiege rund eine halbe Tonne, der Motor habe eine Leistung von 80 Pferdestärken und erziele eine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von rund 130 Stundenkilometern.

Vor dem Abflug schauen beide noch einmal auf die Flugkarte, auf der sie die Route eingetragen haben. Von Rotenburg geht es nach Sylt von dort nach Wyk auf Föhr. Die weiteren Etappenziele sind Neustadt-Glewe, Dessau, Weiden und Mengen-Hohentengen bis das Ziel Herten-Rheinfelden in sechs Tagen erreicht sein wird. Von dort startet der Rückflug mit Zwischenhalten zum Rotenburger Flugplatz. „Wir werden täglich rund zwei Stunden in der Luft sein“, erklären die Abenteurer.

Pilot Norbert ist seit 1975 Sportflieger und hat schon in einer Piper Flüge bis in den Libanon unternommen. „Bei Flügen über Deutschland sind die unbeständigen und unberechenbaren Wettereinflüsse das Schwierigste beim Fliegen“, so der Pilot. Selbst bei schönsten Wetter können sehr schnell starke Gewitter entstehen. „Auch in dieser Woche kann sich die Wetterlage vollkommen ändern“, fügt Perry hinzu.

Risiken gehen die beiden nicht ein. „Allein da oben zu fliegen macht Spaß und wenn das Wetter es nicht zulässt, wird die Route geändert“, heißt es. Leider sei ihr Reisegepäck wegen des Mini-Gepäckraums, direkt hinter den Sitzen sehr eingeschränkt. „Wir haben Hygieneartikel und eine wetterfeste Jacke dabei. Das ist alles“, erklären sie.

go

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