Weihnachtsbotschaft für die Bewohner in Senioren- und Pflegeheimen

Pastoren tüten Andacht ein

Weihnachtsbotschaft in der Tüte: Christian Relius (v.l.), Peter Klindworth und Amely Lißner.
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Weihnachtsbotschaft in der Tüte: Christian Relius (v.l.), Peter Klindworth und Amely Lißner.

Rotenburg – Es geht um die, die schon jetzt, vor allem aber an Weihnachten besonders unter den Auswirkungen der Pandimie sowie unter dem am Mittwoch gestarteten Lockdown leiden: Es sind die Menschen in den Senioren- und Pflegeheimen. Besuche sind – wenn überhaupt – nur unter schwierigsten Bedingungen möglich, und ein Fest bei ihren Familien ist ihnen kaum zu empfehlen. Die Pastoren in der Kirchenregion Rotenburg würden zu Weihnachten eigentlich in die Einrichtungen gehen – geht aber nicht. Sie denken dennoch an diese Menschen und tüten daher für sie eine Andacht und kleine Geschenke ein.

Neben der Weihnachtsgeschichte und einer Weihnachtsbotschaft zum Fest erhalten die älteren Menschen der Stadt, die in den Einrichtungen betreut und versorgt werden, einen kleinen Holzstern sowie eine Aufstellkerze aus Pappe. „Licht – Leben – Liebe“ ist auf der Kerze zulesen. „Ob es Weihnachten wird, ist nicht davon abhängig, mit wie vielen Menschen wir es feiern können“, schreiben dazu die Pastoren Peter Klindworth (Auferstehungsgemeinde), Amely Lißner (Stadtkirche) und Christian Relius (Michaelskirche).

Dieser Brief und die kleinen Geschenke dazu kommen also in die Tüte. 550 Stück bereiten sie für die Auslieferung vor. Hilfe gibt es nicht nur von Barbara Pfeifer aus dem Vorstand der Michaelsgemeinde, sondern auch von der Stadtkirchen-Küsterin Elisabeth Schwanholt.

Die Stadtkirche allein hatte bereits beim ersten Lockdown in diesem Jahr diesen Weg gewählt, um eben auch jene Menschen zu erreichen, die unter den Kontaktbeschränkungen besonders leiden. „Jetzt haben wir das auf die Kirchenregion ausgedehnt“, erklärt Amely Lißner. Die Kosten sind beträchtlich, doch die Aktion ist es ihr und den Kollegen wert. Etwa 4,50 Euro müssen sie für eine dieser Tüten ausgeben. Gut angelegtes Geld, denn es geht ein wichtiges Zeichen in einer schwierigen Zeit an die Senioren, die Heiligabend in den Kirchen nicht dabei sein können und eben auch keinen Besuch für eine Andacht von den Pastoren bekommen.

„Die Reaktionen der Menschen in den Heimen fallen unterschiedlich aus, wenn es um die aktuelle Situation geht“, berichtet Lißner. Die einen meinten, sie hätten schon Schlimmeres überstanden, „die anderen allerdings sind einfach sehr traurig.“ Und so ist es am Mittwochvormittag für die Pastoren ganz offensichtlich eine Ehrensache, sich im Gemeindehaus der Stadtkirche zu treffen und mit Maske sowie Handschuhen die Tüten zu bestücken und für die Auslieferung vorzubereiten.

Zugleich erinnert Amely Lißner an die Gottesdienste an Heiligabend in der Stadtkirche. Der für 14 Uhr vorgesehene Gottesdienst sei allerdings abgesagt worden – zu wenige Anmeldungen. Eben die sind aber erforderlich, denn es stehen jeweils nur 100 Plätze in der Kirche zur Verfügung. Um 15, 16, 17, 18, 19 und 23 Uhr starten sie jeweils. Die beiden um 17 und 23 Uhr sind so gut wie ausgebucht. Die Michaelskirche bietet um 15 und 16.30 Uhr ein Krippenspiel, um 18 und 22 Uhr Gottesdienste. Wenn möglich, werde um Anmeldungen gebeten. Die Zahl der Plätzer ist auch dort begrenzt. Die Auferstehungsgemeinde lädt für 15 und 17.30 Uhr ein – und „sendet“ aus einem Zelt ins Haus.

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