Mehr als 1000 Besucher

Summer Sensation am Weichelsee: Polizei leitet mehrere Verfahren ein

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Nicht nur auf der Beachstage, sondern auch in den Partyzelten war Stimmung angesagt.

Rotenburg - „Habt ihr Spaß?“, schallt es am Samstagabend über den Weichelsee, während farbige Lichtstroboskope die spiegelnde Wasseroberfläche erhellen. Ja, haben sie. „Wollt ihr mehr?“ Ja, wollen sie – und kriegen sie auch, die mehr als tausend Besucher der diesjährigen Summer Sensation am Weichelsee. Das Konzept – eine lauschige Location, DJs auf mehreren Dancefloors und dazu einige Beachbars – haben Benjamin Pekrul und Lars-Oliver Völkel, erstmals Hauptverantwortliche, auch in der neunten Auflage beibehalten. Allerdings musste die Polizei mehrmals eingreifen.

Die Mischung aus urigem Strandambiente und viel Stimmung kam beim Partyvolk gut an. Letzeres ist weit über die Grenzen Rotenburgs hinaus angereist. Wie die Bremer Edin, Martin, Aga und Karolina, die hier den 27. Geburtstag ihres Freundes Pawel feiern. Sie gehörten um kurz nach 16 Uhr zu den ersten, die sich auf dem Gelände mit rund 200 anderen frühen Besuchern die Sonne auf die Nase scheinen lassen.

Dem Angebot zu schwimmen mochte aber niemand nachkommen, die Shisha-Pfeifen hingegen fanden regen Anklang: „Eine Pfeife hier am Wasser – das passt“, meint Cuba-Lounge-Inhaber Vedat Bezek, der hier mit seinem Team im zweiten Jahr Wünsche wie „schwarze Traube“ oder „was Fruchtiges“ erfüllte.

Erst gegen 20 Uhr sind Annika Drichel (29) und Melanie Schmidt (27) gekommen. Die identischen Blumenkränze der knapp zwei Dutzend Verdenerinnen verraten es: Hier wird Junggesellinnenabschied gefeiert. „Super hier, der DJ macht gute Stimmung“, meinte Drichel. 

Nicht nur das Publikum, sondern auch die DJs hatten bei der Summer Sensation am Rotenburger Weichelsee sichtlich ihren Spaß. 

Melanie, gegen Mitternacht ebenfalls noch im T-Shirt, ergänzte: „Nur etwas wärmer könnte es sein.“ Ihr Lieblingsfloor war die Hauptbühne, wo gerade eine rasante Mischung aus Chartmucke, Titanic-Schmalzballade, Toten Hosen, irischen Reels und „99 Luftballons“ abgefeiert wurde, aber auch das „Jamaican Urban“ Zelt war gut frequentiert, ebenso Uli Schorpps „Mallorca Ü30-Bereich“ beim Strandhouse, in dem sich – vielleicht dank des Lagerfeuers? – ein altersgemischtes Publikum tummelte.

Allerdings gab es auch einige, die sie daneben benommen haben. Die Polizei musste im Laufe der Nacht mehrere Ermittlungsverfahren einleiten. So haben Sicherheitskräfte beim Einlass bei einem 29 Jahre alten Mann aus Neu Wulmstorf eine geringe Menge Marihuana gefunden, wie die Beamten am Sonntag mitteilten. 

Gegen 21.15 Uhr fuhr ein ebenfalls 29-jähriger Mann mit seinem Fahrrad gegen ein an der Bremer Straße abgestelltes Auto und verursachte einen kleinen Sachschaden. Der Fahrradfahrer aus Rotenburg entfernte sich unerlaubt von der Unfallstelle, konnte durch Zeugenhinweise aber gestellt werden. Die Polizei stellte bei ihm eine Atemalkoholkonzentration von 1,18 Promille fest.

Summer Sensation am Weichelsee

 © Ulla Heyne
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Gegen 21.30 Uhr musste ein 17-jähriges Mädchen aus Scheeßel aufgrund des Verdachts auf eine Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Zu einer wechselseitigen Körperverletzung wurde die Polizei um 2.20 Uhr gerufen. Ein 30-jähriger Bremer bekam von einem bislang Unbekannten einen Schlag ins Gesicht und setzte sich zur Wehr. Folgend kam es zu weiteren Auseinandersetzungen zwischen dem Bremer und mindestens einem 18-Jährigen aus Brockel und einem 19-jährigen Rotenburger. Alle Beteiligten erlitten leichte Verletzungen. 

Kurz darauf kam es zu einer weiteren Auseinandersetzung zwischen zwei Personen vor dem Eingang. Ein 23-jähriger Verdener und ein 26-jähriger Bremer gerieten nach einem Streit in eine handfeste Auseinandersetzung. Der Mann aus Bremen erlitt dabei einen Jochbeinbruch und musste ärztlich versorgt werden. Bei dem Mann aus Verden stellten die Beamten eine Alkoholisierung von 1,29 Promille fest.

Die meisten allerdings wussten sich zu benehmen. Auch das Höhenfeuerwerk, das im Vorjahr fehlte, wurde in diesem Jahr wieder vom Steg gefeuert. - hey/mro

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