Otto Reinebecks Ausstellung „Holz und mehr“ eröffnet

Kunst mit der Motorsäge

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Otto Reinebeck stellt in den Fluren der Stadtwerke rund 70 Exponate aus.

Rotenburg - Holz ist der eigentliche Werkstoff des Künstlers Otto Reinebeck aus Hannover, der in den Fluren der Rotenburger Stadtwerke rund 70 Skulpturen, Reliefe und einige Bilder ausstellt. Darum heißt die Ausstellung auch „Holz und mehr“. Während der Vernissage am Donnerstagabend haben sich rund 100 Gäste persönlich von der Schaffenskraft des niedersächsischen Künstlers überzeugt. Für die breite Öffentlichkeit sind die Werke während der normalen Geschäftszeiten des Energieunternehmens noch bis zum 8. Januar 2016 zu sehen.

Es ist die fünfte Ausstellung in einem regelmäßigen Zyklus, die von den Stadtwerken gezeigt wird. „Ich freue mich, dass der Kunstverein Rotenburg bei der Auswahl des Künstlers mithelfen durfte“, bedankte sich der Vorsitzende Peter Mokrus bei dem Geschäftsführer der Stadtwerke, Reinhard David. Mokrus war es auch, der bei der Vernissage die einführende Worte sprach.

Die in der Ausstellung gezeigte Auswahl sei im Verlauf der vergangenen 20 Jahren entstanden. „Es sind einige Werke darunter, die hier das erste Mal gezeigt werden“, erklärte der Laudator den Gästen. Die Anordnung in den Fluren sei spannend arrangiert, aber dennoch beliebig – keiner Chronologie folgend. Die Holzarbeiten, die den Bezug zur Jugend des Künstlers herstellen, seien in der Mehrzahl. Die Ausführungstechniken der Werke reichen von der einfachen Motorsägenbearbeitung bis hin zur klassischen Schnitztechnik. Dabei stellen viele Reliefe eine Besonderheit dar: Porträts sind in perspektivischer Ausführung nach Fotovorlagen entstanden. „Bei meinen Bildern habe ich bei den Mischtechniken Lackfarbe vom Baumarkt verwendet und anschließend mit Klarlack überzogen“, erklärte der Künstler beim Rundgang. Seine Zeichnungen sind überwiegend mit wenigen Buntstiften ausgeführt. Die Titel entstanden stets nach Spontaneingebungen des Künstlers, zumeist beim letzten Pinselstrich.

Die künstlerische Ambition reifte bei Reinebeck seit der frühen Jugend und fand auch später immer wieder Platz zwischen Familie und Beruf. Er selbst arbeitet seit 1972 in seinem eigenen Ingenieursbüro in Hannover. „Wenn andere in ihrer Freizeit in die Kneipe oder den Golfplatz gehen, begebe ich mich ich in meine Werkstatt“, zitierte Mokrus den Künstler. Eine kommerzielle Auswertung seiner Arbeit habe der Künstler nie gesucht – „sie ergab sich so von allein“. Ein Teil der Exponate entstammt privaten Sammlungen.

go

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