Bürgerinitiativen laden für Samstag nach Rotenburg ein / Kundgebung gegen 12 Uhr

Ostermarsch gegen Fracking

Jochen Richert (v.l.), Sabine Holsten, Birgit Brennecke und Andreas Rathjens hoffen beim Ostermarsch auf viele Teilnehmer. - Foto: men

Rotenburg - Von Guido Menker. Sie wollen Druck ausüben und hoffen auf möglichst viel Unterstützung: Andreas Rathjens, Birgit Brennecke, Jochen Richert und Sabine Holsten werben für den Ostermarsch gegen Fracking, der am kommenden Samstag um 11 Uhr am Kreishaus in Rotenburg startet. „Wir hoffen auf 200 bis 300 Teilnehmer“, sagt Jochen Richert.

Zum Auftakt des Marsches ist am Kreishaus eine kleine Kundgebung geplant. „Wir wollen unsere Thesen symbolisch an die Tür des Kreishauses anschlagen“, erklären die Organisatoren. Anschließend gehen die Teilnehmer durch die Stadt – über die Bahnhofstraße am Amtsgericht und am Wochenmarkt vorbei, über die Goethestraße, Am Wasser und die Große Straße bis hin zum Neuen Markt. „Dort werden wir gegen 12 Uhr ankommen und eine Abschlusskundgebung veranstalten“, so Richert weiter. Es sei gut möglich, dass auch einige Motorradfahrer aus dem norddeutschen Raum dazu stoßen. Ursprünglich war sogar vorgesehen, für die Biker eine Art Sternfahrt auf die Beine zu stellen – das habe aus organisatorischen Gründen nicht mehr geklappt. Die Bürgerinitiativen (BI) aus der Region, die sich gegen das Fracking und auch gegen das Gasbohren wenden, haben zu diesem Ostermarsch eingeladen. Die BI gegen Gasbohren im Landkreis Rotenburg, die BI Wittorf für Umwelt und Gesundheit, die BI für Gesundheit Hemslingen / Söhlingen sowie die BI Netzwerk sauberes Trinkwasser zeichnen für den Aktionstag verantwortlich, bei dem diesmal vor allem die anstehende Human-Biomonitoring-Studie im Landkreis Rotenburg im Mittelpunkt stehen soll. Nicht an den beiden Studien selbst, sondern vielmehr an einigen organisatorischen Punkten üben die BI-Sprecher Kritik. Und sie fragen mit Blick auf die Human-Biomonitoring-Studie: „Woher sollen die Leute wissen, wie nah sie an einer der Gruben leben?“ Die Bürgerinitiativen fordern die Veröffentlichung entsprechender Karten und darüber hinaus zusätzlich eine Art unterirdisches Regionales Raumordnungs-Programm (RROP), um darin Altlasten, Deponien, alte Bohrungen, das Netz der Lagerstättenwasserleitungen und auch Nassgas-Leitungen mit aufzunehmen. Zugleich sollte die Suche nach Probanden deutlich offensiver und transparenter betrieben werden, sagen Richert, Rathjens, Brennecke und Holsten.

Der Ostermarsch gegen Fracking findet bereits zum dritten Mal in Folge statt. Im Aufruf zur Teilnahme formulieren die Veranstalter vor allem Fragen. Zum Beispiel „Ist unser Trinkwasser gefährdet?“ und „Ist der Landkreis Rotenburg noch eine Gesundregion?“. Die Rednerliste für Samstag sei noch nicht komplett, heißt es. Aber es sind ja noch ein paar Tage Zeit.

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