Ortsrat Waffensen tagt / Überdachte Terrasse für die Turnhalle

Fünf neue Baugrundstücke

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Ortsbürgermeister Hartmut Leefers

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Die Zukunft des Dorfes Waffensen steht und fällt mit der Zahl der Bewohner. „Wir haben aktuell 850 Einwohner und wollen in den nächsten Jahren die Tausender-Marke erreichen“, erklärte Ortsbürgermeister Hartmut Leefers (CDU) während der Bürgerversammlung im Anschluss an die Ortsratssitzung im Mehrgenerationenhaus in Waffensen.

Diese Zahl könne nur erreicht werden, wenn weitere Baugebiete ausgewiesen würden. Und eben das erweise sich nach Ausführungen von Clemens Bumann vom Stadtplanungsamt als „äußerst schwierig“. Die einzuhaltenden Emissionswerte von landwirtschaftlichen Betrieben spiele dabei eine wesentliche Rolle. Die zeitliche Geruchsbelästigung dürfe direkt im Dorfkern nur bis 10 Prozent der Gesamtstunden eines Jahres ausmachen. „Im Dorfgebiet außerhalb des Zentrums ist ein Wert von 15 Prozent zulässig“, erklärte Bumann.

Aber auch dort gebe es zurzeit kein Areal, das den vorgeschriebenen Emissionswerten entspreche. Er habe verschiedene Planbeispiele gutachterlich rechnen lassen, um herauszufinden, wo und wie die Hebel anzusetzen seien.

Lediglich fünf Bauplätze am Schneedebusch sind bisher aktuell ausgewiesen. „Die ersten Grundstücke sind verkauft. Dort kann in Kürze gebaut werden“, so der Ortsbürgermeister. Das decke aber nicht den tatsächlichen Bedarf und die Nachfrage nach Bauland in Waffensen, stellte er fest.

Dieses Thema brennt dem Waffenser weiter unter den Nägeln. „Darum habe ich Verbindung mit dem Bürgermeister von Harsefeld aufgenommen“, so Leefers. In einem Bündnis zur Initiative einer Gesetzesänderung in Sachen Baurecht in Dörfern mit ähnlichen Problemen läge ein Weg, auf die Gesetzgebung Einfluss zu nehmen. „Aufgrund der Erfahrungen aus vergangenen Jahren und wegen der Komplexität der Gesetzeslage ist eine Änderung des Baugesetzes nicht kurzfristig zu erreichen“, räumte das CDU-Mitglied ein.

Für die Lösung der Probleme in Waffensen, wo es darum gehe, für alle Bewohner die Infrastruktur mit Kindergarten, Schule und Mehrgenerationenhaus zu erhalten, sei aber eine sofortige Lösung erforderlich. Clemens Bumann bleibe weiterhin bemüht, Bauland zu finden und halte engen Kontakt zum Dorf und zum Landkreis als genehmigende Behörde, hieß es. Am Ende der Versammlung waren sich die Anwesenden darin einig, dass es gelingen kann, noch in diesem Jahr einen Aufstellungsbeschluss für ein neues Baugebiet in Waffensen zu fassen.

Vor der Bürgerversammlung hatte der Ortsrat das Dorf hinsichtlich erkennbare Mängel näher unter die Lupe genommen. Die Politiker beschlossen während der anschließenden Sitzung, einige Reparaturenarbeiten an Straßen und Wegen durchführen zu lassen.

Außerdem erhält die Sporthalle des Dorfes eine überdachte Terrasse. Die Mitglieder des TuS Waffensen wollen selbst Hand anlegen und erhielten die Zusage, dass der Ortsrat die Kosten für das Material übernimmt. Die Kommunalpolitiker beschlossen, dass die Errichtung des 2013 abgebrannten Waldklassenzimmers mit einer Finanzspritze von 4500 Euro unterstützt werden soll. Um die Kosten von 10000 Euro zu decken, ist der Waffenser Naturschutzbund auf Spenden angewiesen.

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