Ortsrat Unterstedt fasst wichtige Beschlüsse für die Gestaltung des Dorfes

Klares Ja für Baugebiete

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Frank Rütter und Uwe Lüttjohann (r.) bei der Sitzung.

Unterstedt - Von Heinz Goldstein. Der Ortsrat Unterstedt hat ohne Gegenstimmen der ersten Änderung des Bebauungsplans Nr. 2 (Gebiet zwischen Hempberg und Hesterkamp) zugestimmt. Auch andere wichtige Entscheidungen zur zukünftigen Gestaltung des Dorfes standen auf der Tagesordnung.

Clemens Bumann vom Amt für Planung, Entwicklung und Bau der Stadt Rotenburg erklärte, dass nach der einmonatigen öffentlichen Auslegung diese Änderung nun dem Ausschuss für Planung und Hochbau Mitte Oktober vorgelegt werde.

Seitens der Bürger habe es keine Stellungnahmen gegeben. Sie waren offensichtlich mit der Planung einverstanden. Einige Behörden des Landkreises und sonstige Träger für öffentliche Belange hatten sich hingegen zur Planänderung geäußert. Neben einer Standardstellungnahme des Staatsbauamtes hat der Landkreis unter anderem die Kreisarchäologie darauf hingewiesen, dass es im Bereich eventuell archäologische Funde geben könnte. Mit Auflagen zur Sicherung oder vorherigen Ausgrabung könne gerechnet werden. Auch die überbaubare Grundflächenzahl liege weit unter der gesetzlichen Grenze von 20000 Quadratmetern, so Bumann. Daher ergeben sich aufgrund der Stellungnahme keine Änderungen. „Wir haben alle Stellungnahmen abgewogen und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Ortsrat Unterstedt dem Bauplan zustimmen kann“, erklärte der Amtsleiter. Nach dem Gang durch die weiteren Gremien (Planungsausschuss und Verwaltungsausschuss) werde dann der Stadtrat im November endgültig über den Bebauungsplan entscheiden.

Die Räte des Dorfes hatten noch einiges mehr auf dem Zettel. So diskutierten sie im Waldhof darüber, ob das Plumpsklo in der Friedhofskapelle „aufzuhübschen“ sei. Es standen mehrere Varianten zur Debatte, die sich im Finanzierungsrahmen zwischen 1000 und 8000 Euro bewegten. Da es zu keiner Einigung kam, wurde beschlossen, zunächst eine Kostenaufrechnung für die Vorschläge aufzustellen und dann abzuwägen. Schnell einigten sich die Bürgervertreter als es darum ging, eine Kiefer „Am Hemphöfen“ zu erhalten. Sie sprachen sich einstimmig gegen eine Fällung aus. Nachdem Frank Rütter vom städtischen Ordnungsamt mitteilte, dass die Stadtverwaltung nichts gegen die Nutzung des WLan-Anschlusses im Mehrzweckhaus durch Ortsratsmitglieder habe, werden ihnen nun die Zugangsdaten zugestellt.

Mit der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendung zur integrierten ländlichen Entwicklung – Zile – sei der Grundstein für eine nachhaltige Förderpolitik für den ländlichen Raum gelegt. Das wolle Unterstedt nutzen, um Fördermittel für den Umbau des Mehrzweckhauses zu beantragen, erklärte Ortsbürgermeister Uwe Lüttjohann (SPD). Auch wenn sich dadurch die Baumaßnahme verschleppt, entschied sich der Ortsrat für den Antrag. Wer im Dorf sein Laub entsorgen möchte, kann dies in einen im Dorf aufgestellten Container machen, beschlossen die Ratsherren.

Zum Ende der Sitzung wandte sich Rütter mit einer Bitte an die Unterstedter: „Die Ämter der Stadt haben eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit der Problematik ‚Flüchtlinge‘ beschäftigt. Wir bitten alle Bürger, uns bei der Suche nach Unterkünften zu unterstützen.“ Es geht demnach nicht nur um Möbel, sondern auch um Wohnungen für die bis Januar 2016 erwarteten 140 Flüchtlinge in der Kreisstadt. Rütter: „Das können leerstehende Häuser, freistehende Wohnungen, Gemeinschaftsräume oder auch Gewerbegebäude sein, die von der Stadt angemietet werden können.“

go

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