Örtliche Einsatzleitungen optimieren Zusammenarbeit im Brandschutzabschnitt Süd des Landkreises

Die Verträge sind gemacht

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Die Bürgermeister Andreas Weber (Rotenburg, (v.l.), Peter Freytag (SG Sottrum), Dirk Eberle (SG Bothel), Ralf Goebel (Visselhövede) und Michael Niestädt (SG Fintel) sowie Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (Scheeßel),besiegeln die Zweckvereinbarung. . Sehr zur Freude des Ordnungsamtsleiter Frank Rütter und den zuständigen Leitern beteiligten Feuerwehren.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Rotenburg, Scheeßel, Visselhövede sowie die Samtgemeinden Bothel, Fintel und Sottrum betreiben in Zukunft Örtliche Einsatzleitungen (ÖEL) für Großschadenslagen im Bereich des Feuwehr-Brandabschnitts Süd. Dies haben die Bürgermeister am Donnerstag vertraglich festgelegt.

Brände, Autounfälle, Unglücke mit Schadstoffen – all dies können Ereignisse sein, die eine Feuerwehr allein nicht bewältigen kann. Hilfe aus den Nachbargemeinden oder gar vom Landkreis ist notwendig. Die Fachleute sprechen von einer Großschadenslage.

In diesem Fall sind aber nicht allein die Feuerwehren vor Ort gemeinsam im Einsatz. Dafür wird im Hintergrund zusätzliche Infrastruktur benötigt, unter anderem eine Örtliche Einsatzleitung. Sie gibt es sowohl für den Rettungsdienst als auch für die Feuerwehren. Um ihre Kräfte zu bündeln, haben sich die Kommunen im Bereich des Brandschutzabschnitts Süd zusammengetan und halten Kräfte für zwei ÖEL vor: in Rotenburg und in Bothel. Dafür stellen die beteiligten Wehren Personal ab. Für den Standort in der Kreisstadt sorgen die Kameraden aus Rotenburg und Sottrum für die taktische Besetzung, aus Scheeßel und Fintel kommt das Personal für Funk und Technik. Sie sind dafür auch für den Standort Bothel zuständig. Dort kommt das taktische Personal von den Wehren aus Bothel und Visselhövede hinzu.

„Sobald das angeforderte Material eingetroffen ist und die Mannschaft steht, werden diese Teams zur Verfügung stehen“, sagte Stadtbrandmeister Thorsten Reinsch. „Die Vorteile liegen auf der Hand“, erklärte der Brandabschnittsleiter Süd, Jürgen Runge. Durch eine Zentralisierung der Leitung in Rotenburg und Bothel werde eine größere Effizienz bei der Ausbildung und den Kosten erreicht. Zudem könnten die dort eingesetzten Brandbekämpfer durch gezielte Ausbildung und ihrer Erfahrung noch professioneller arbeiten als bisher.

Laut Vertrag werden die Schichten jeweils eine Mindeststärke von sechs Personen haben. Zur technischen Ausrüstung erhält jede der beiden Zentralen zehn Notebooks, einen Beamer und eine Leinwand mit Stativ. Die Anschaffungskosten in Höhe von rund 18000 Euro werden von den Kommunen zu gleichen Teilen getragen.

Der Ablauf eines Großeinsatzes beginnt mit der Alarmierung durch den Hauptverwaltungsbeamten, den jeweiligen Bürgermeister, in dessen Zuständigkeitsbereich das Schadensereignis sich befindet. Die Alarmierung erfolgt „in Abstimmung mit dem jeweiligen Stadt- beziehungsweise Gemeindebrandmeister“, erklärte Runge.

„Die Kosten der erforderlichen technischen Infrastruktur für den Einsatz der ÖEL werden von der Kommune getragen, in deren Gebiet das auslösende Ereignis sich befindet“, erklärte Ordnungsamtleiter Frank Rütter weitere Fakten des Vertrages. Außerdem ist die zuständige Stadt oder Gemeinde bei längeren Einsätzen für die Verpflegung zuständig.

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