Rotenburger „Highlight“ zieht um

Obi-Markt-Erweiterung: Neuer Platz für Fitnesscenter

Das Highlight neben dem Rotenburger Obi-Markt.
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Das Highlight zieht nur etwa 100 Meter weiter in ein neues Gebäude, der Obi-Markt wird sich dann auf der Fläche des jetzigen Fitnessstudios erweitern.

Rotenburg – Der städtische Ausschuss für Planung und Hochbau hat am Donnerstagabend einiges zu besprechen. Einer der Punkte ist die Erweiterung des Obi-Marktes an der Bremer Straße. Dieser soll nach vielen Jahren modernisiert werden, zum anderen erhalten fast alle Abteilungen mehr Platz. Dafür muss das angrenzende Fitnesscenter „Highlight“ weichen – kein Problem, sagen dessen Betreiber Jan Schröder und Peter Ernst. Denn es gibt bereits einen neuen Standort.

Schon seit längerem überlegen die Grundstückseigentümer, den Obi-Standort auszubauen und ihn für die Zukunft zu sichern. So soll auch das zugehörige Gartencenter vergrößert und neu gestaltet werden, außerdem sind größere Lagerkapazitäten geplant. „Hier wird es erhebliche Vorteile für die privaten und gewerblichen Kunden geben“, erklärt Geschäftsführer Friedrich Behrens.

Die Betreiber des Marktes wollen in den Standort, den Service und die Mitarbeiter investieren. Die Kunden sollen sich beim Einkauf wohlfühlen, weswegen die Orientierung im Markt und die Warenpräsentation übersichtlicher gestaltet werden. Die Baumaßnahme, die bis Ende 2023 abgeschlossen sein soll, schafft zudem weitere Arbeitsplätze: Das Team von derzeit 80 Mitarbeitern soll um 15 anwachsen.

Das braucht Platz, und dafür sorgt die Verlegung des Highlights. Das findet seinen neuen Standort auf einem Nachbargrundstück, nur 100 Meter die Straße runter. Geplant ist ein hochmodernes Fitnesscenter. Schröder und Ernst, die an fünf Standorten Fitnessstudios betreiben, wissen schon seit ein paar Jahren, dass der Markt über kurz oder lang erweitert werden soll. Vereinbart sei aber, dass sie erst ausziehen müssen, wenn die neue Halle bezugsfertig ist. Den Standort finden beide ideal, deswegen seien sie froh, dass sie diesen nicht wechseln müssen – zumal das Fitnesscenter seit 1991 dort beheimatet ist. „Eine Geschichte endet, aber es öffnen sich neue Türen“, so Schröder.

Auf einen Baubeginn des neuen Studios im Herbst hoffen Peter Ernst (l.) und Jan Schröder.

Auf dem neuen Grundstück haben sie mit 2 700 Quadratmetern inklusive des Außenbereichs mehr Platz als bisher. Letzterer soll mit 400 Quadratmetern als Aktivfläche ausgestattet und überdacht werden. Besonders die Pandemie habe gezeigt, dass Sport an frischer Luft gefragt ist. Der Innen- und der Außenbereich werden durch eine verschiebbare Wand getrennt, die geöffnet werden kann. Dazu möchten die beiden auf gut 400 Quadratmetern Platz für Physiotherapie schaffen und suchen derzeit einen Kooperationspartner.

„Außerdem soll es die erste Anlage hier sein, die CO2-neutral ist“, erklärt Schröder. Dafür planen sie einiges, auch für andere Standorte: Bambuskleidung für die Teams, Energiegewinnung über eine Fotovoltaikanlage und Ladesäulen für E-Autos auf dem Parkplatz. „Das ist wichtig und wird mehr, die Anforderungen an Fitnessstudios ändern sich“, sagt Schröder. Irgendwann könnten die Sportler vielleicht durch ihr Training Strom erzeugen und so ihre Autos laden. Der Saunabereich wird mit einer Dachterrasse verbunden, mit Blick zum Weichelsee.

Eine Geschichte endet, aber es öffnen sich neue Türen.

Jan Schröder

Im Hinblick auf die Erfahrungen durch Corona wird die neue Lüftungsanlage mit entsprechenden Filtern ausgestattet. Auch soll die Anlage möglichst kontaktlos mit Transpondern nutzbar sein. Die beiden sind trotz der schwierigen Lage für Fitnessstudios positiv gestimmt und schmieden Pläne. Dafür haben sie gerade Zeit, denn seit einem halben Jahr herrscht in ihren Studios Stillstand. „Aber Fitness ist wichtig und wird weiter gefragt sein“, so Schröder. Deswegen haben sie an allen Standorten investiert und aufgerüstet. Öffnungen für einzelne Haushalte sehen sie als nicht sinnvoll. Frustrierend ist es aber, die leere Halle zu sehen, merken sie an. „Wir könnten aufmachen, für eine beschränkte Personenzahl“, so Ernst – wie im Herbst. Dann wäre die Sicherheit gegeben. Sie wären zu allem bereit, was Perspektiven eröffnet, zum Beispiel selbst Schnelltests anzubieten. „Die Leute würden zum Training kommen.“

Läuft alles nach Plan, könnten im Herbst die Bauarbeiten beginnen. Dann wäre im Oktober 2022 Eröffnung. Um die Erweiterung zu ermöglichen, muss aber erst der Flächennutzungsplan geändert werden. Und damit befasst sich zunächst der Ausschuss.

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