Kreismusikschule lädt „Winterkinder“ ein

„Oase für Glücksmomente“

Meike Pesch und ihre Kolleginnen Regine Cehak sowie Daniela Ziech und auch die kleine Madita freuen sich auf das Programm für und mit den „Winterkindern“.
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Meike Pesch und ihre Kolleginnen Regine Cehak sowie Daniela Ziech und auch die kleine Madita freuen sich auf das Programm für und mit den „Winterkindern“.

Rotenburg – Die Pandemie hat schon jetzt deutliche Spuren hinterlassen. Vor allem in den Familien mit kleineren Kindern. „Die Eltern sind gestresst“, weiß Meike Pesch. „Sie hätten zwischendurch gerne mal etwas Freiraum – und da können anderthalb Stunden ein Lichtblick sein.“ Diese 90 Minuten möchte die Kreismusikschule Rotenburg ihnen anbieten. Und genau das macht sie in den kommenden Wochen gleich an vier Nachmittagen.

„Winterkinder freuen sich auf Weihnachten“ – unter dieser Überschrift lädt die Kreismusikschule nämlich Mädchen und Jungen ein, in kleinen Gruppen mit bis zu zwölf Teilnehmern gemeinsam die Musik in der Weihnachtszeit zu entdecken. Daniela Ziech und Regina Cehak betreuen die insgesamt drei Gruppen – zwei davon für „kleine Winterkinder“ im Alter von vier und fünf Jahren, eine für „große Winterkinder“, die sechs und sieben Jahre alt sind. Für jede der drei Gruppen sind vier Termine angesetzt. Warme Kleidung und Socken sind mitzubringen, außerdem Hausschuhe und vor allem Lust auf ein Programm, das hilft, sich auf das Fest einzustimmen. „Wir sorgen für die Einhaltung der Hygienevorschriften, wir halten Abstand“, sagt Pesch gegenüber der Kreiszeitung.

Sie ist seit August die neue Leiterin der Kreismusikschule, hat ihre neue Aufgabe also in einer schwierigen Zeit übernommen. Doch sie sieht darin nicht nur eine Herausforderung, sondern durchaus auch Chancen. Zum Beispiel die, die der digitale Unterricht mit sich bringe. Die Schüler seien dabei meistens konzentrierter. Eine der Herausforderungen ist es, alles dafür zu tun, dass vor allem Kinder möglichst viel von dem entdecken, was die Weihnachtszeit auch aus musikalischer Sicht ausmacht. Genau das erleben sie in diesem Programm beim Singen von alten und neuen Liedern – nur im Freien –, bei musikalischen Spielen, beim Musizieren mit kleinem Schlagwerk, beim Kennenlernen von Tönen sowie in der Kombination von Musik und Bewegung. Für jedes Kind gebe es einen klar begrenzten Raum im Gymnastikreifen. Nicht nur die drei Musiklehrerinnen, sondern auch die Gesangsschülerin Madita freut sich auf das Angebot. Sie habe bereits einige Vorschläge fürs Basteln mit den Kindern gemacht, sagt ihre Mutter Daniela Ziech. Auch das soll ein Bestandteil des Angebotes sein.

Hintergrund sei das Problem mit dem Singen von Weihnachtsliedern in den Kitas sowie in den Schulen. Das umzusetzen, sei derzeit sehr schwer, auch weil die Erzieherinnen und die Lehrkräfte jede Menge anderer Sachen um die Ohren hätten, sagt Pesch. „Da fällt das Singen von Weihnachtsliedern manchmal hintern rüber.“ Genau das zu verhindern, sei ihr ein großes Anliegen. Außerdem sei zu merken, dass gerade jetzt im Lockdown light die Stimmung insgesamt sinke. Pesch: „Wir müssen einfach was dagegen setzen.“ Sie und ihre Kolleginnen erhofften sich, eine „Oase für Glücksmomente“ zu schaffen. Die Eltern bekommen ein wenig Freiraum, und die Kinder erfreuen sich an dem, was sie als „Winterkinder“ erleben. Regina Cehak: „Eine Win-Win-Situation.“

48 Lehrkräfte sind in und für die Kreismusikschule tätig. Zurzeit hat es die Einrichtung des Landkreises mit rund 1 800 Schülern zu tun – vom Kleinkind bis hin zur Großmutter. In den eigenen Räumen in Rotenburg sowie in Bremervörde laufen die Angebote, aber auch in Schulen, mit denen die Kreismusikschule kooperiert. Darüber hinaus kümmern sich die Musiklehrer um die musikalische Früherziehung in Kitas sowie um Streicher- und Bläserklassen in mehreren Schulen.

Seit Beginn der Pandemie ist das alles nicht leicht. Zwischenzeitlich war Unterricht nur noch digital, also über das Internet möglich. Mittlerweile ist zwar wieder ein großer Teil des Angebotes im Präsenzunterricht möglich, aber nach wie vor gebe es immer wieder Einschränkungen. Meike Pesch: „Wir müssen sehr kurzfristig planen.“ Immer wieder müsse man zurückgehen auf die digitale Variante – entweder, weil es Quarantänefälle gebe, oder auch, weil eine Lehrkraft vielleicht eine Erkältung hat. „Dann switchen wir um“, sagt die neue Leiterin der Kreismusikschule, die bereits seit sieben Jahren zum Team gehört. Nicht zuletzt die Überzeugung, dass die Musik und damit ein wichtiger Teil unserer Kultur trotz Corona nicht zugrunde gehen darf, treibe sie und das gesamte Team an. Und das bezieht sich auch auf die „Winterkinder“-Aktion. Wer sein Kind anmelden möchte, wendet sich direkt an die Kreismusikschule, die unter der Telefonnummer 04261 / 9833333 zu erreichen ist.

Die Termine

Für die „kleinen Winterkinder“ gibt es vier Mittwochstermine am 25. November sowie am 2., 9. und 16. Dezember von 14 bis 15.30 Uhr in Raum 10 der Kreismusikschule. Außerdem stehen vier Freitagstermine für eine weitere Gruppe der Vier- und Fünfjährigen am 27. November, 4., 11. und 18. Dezember jeweils von 15.30 bis 17 Uhr in Raum 16 zur Auswahl. Die „großen Winterkinder“ im Alter von sechs und sieben Jahren treffen sich immer mittwochs am 25. November, 2., 9. und 16. Dezember von 16 bis 17.30 Uhr in Raum 16 der Rotenburger Kreismusikschule.

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