Ab Mittwoch Erleichterungen bei Corona-Regeln

Rotenburg darf die Notbremse lockern

Ohne die Notbremse gibt es zwar wieder Erleichterungen bei den Corona-Regeln, aber viele grundlegende Vorgaben gelten natürlich weiter.
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Ohne die Notbremse gibt es zwar wieder Erleichterungen bei den Corona-Regeln, aber viele grundlegende Vorgaben gelten natürlich weiter.

Gute Nachrichten zur Corona-Lage im Landkreis: Die Notbremse entfällt am Mittwoch, und die Impfungen der Feuerwehrleute laufen an.

  • Inzidenz weiter unter 100: Neue Regeln ab Mittwoch.
  • Ausgangssperre entfällt.
  • Impfungen von Schulpersonal und Feuwehrleuten am Wochenende.

Rotenburg – Eine Woche lang war der Landkreis eine sogenannte Hochinzidenzkommune, es mussten die Corona-Regeln der neuen „Bundes-Notbremse“ angewandt werden. Das ist ab Mittwoch wieder vorbei – die Zahlen sinken, es tritt eine neue Allgemeinverfügung in Kraft. Unter anderem sind dann wieder Treffen in größeren Kreisen möglich, die nächtliche Ausgangssperre fällt weg und die Außengastronomie darf öffnen. Zusammen mit der neuen Landesverordnung ergeben sich einige Erleichterungen – aber nicht in allen Bereichen.

26 neue Coronafälle hat das Gesundheitsamt seit Freitag im Landkreis gezählt. Aktuell gelten 309 Menschen als infiziert, kommunal gesehen in Rotenburg mit 83 am meisten. 13 Covid-Patienten werden im Krankenhaus behandelt, für 416 Kontaktpersonen galt am Montag die Pflicht zur häuslichen Quarantäne. 87 Todesopfer der Pandemie wurden bislang im Landkreis gezählt. Die vom Robert-Koch-Institut ermittelte Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis lag zu Wochenbeginn bei 55 Neuinfektionen in Bezug auf 100 000 Einwohner, und damit den fünften Werktag in Folge unter dem Grenzwert von 100. Die Notbremse darf dann zwei Tage später gelockert werden. Steigt die Inzidenz aber an drei Tagen nacheinander wieder über 100, muss auch der Landkreis wieder die strikteren Regeln anwenden.

Ich bin froh, dass der Inzidenzwert so schnell wieder gesunken ist. Das zeigt, dass sich der überwiegende Teil der Bevölkerung an die Vorgaben gehalten hat.

Landrat Hermann Luttmann

„Ich bin froh, dass der Inzidenzwert so schnell wieder gesunken ist. Das zeigt, dass sich der überwiegende Teil der Bevölkerung an die Vorgaben gehalten hat“, so Landrat Hermann Luttmann (CDU) in einer ersten Reaktion am Montag. Und weiter: „Jetzt gilt es, das Erreichte zu bewahren und die Zahlen dauerhaft zu senken. Mit der Öffnung der Außengastronomie, des Einzelhandels und der Beherbergungsbetriebe – auch wenn es dabei noch viele Einschränkungen gibt – geben wir den Unternehmen zumindest eine Perspektive. Doch dürfen wir nicht vergessen, dass es noch viele Menschen gibt, die nicht geimpft sind, da zurzeit nicht genug Impfstoff für alle, die sich impfen lassen wollen, zur Verfügung steht. Auch wissen wir nicht, wie sich die Pandemie in den nächsten Monaten entwickelt, ob es zum Beispiel neue Mutationen gibt, gegen die der bekannte Impfstoff nicht hilft. Deshalb sollten wir in allen Bereichen weiterhin vorsichtig sein, umsichtig handeln und Rücksicht auf unsere Mitmenschen nehmen.“

Für Schulen und Kitas ändert sich ab Mittwoch nichts, da diese schon am Montag in das Modell des Wechselbetriebs zurückgekehrt sind. Unter anderem gelten dann aber folgende Regeln:

Kontaktbeschränkungen: Vollständig Geimpfte oder Genese werden bei den Kontaktbeschränkungen nicht mehr mitgezählt, das gilt auch beim Sport. Treffen sind mit den Personen eines Haushalts und zwei weiteren Personen eines anderen Haushalts erlaubt, Kinder bis 14 werden nicht mitgerechnet. Nicht zusammen lebende Paare gelten als ein Haushalt.

Sport: Bis zu 30 Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahren können draußen mit getesteten, geimpften oder genesen Betreuungspersonen wieder Kontaktsport treiben – auch Mannschaftssport. Getesteten, vollständig geimpften oder genesenen Erwachsenen ist immerhin kontaktfreier Sport in Gruppen draußen mit mindestens zwei Metern Abstand voneinander wieder möglich. Schwimmbäder können nur für die Erteilung von Schwimmunterricht und Schwimmkursen geöffnet werden.

Einzelhandel: Der über die notwendige Grundversorgung hinausgehende Einzelhandel kann wieder öffnen. In Geschäften bis zu einer Verkaufsfläche von 200 Quadratmetern ist ein Einkauf nach vorheriger Terminvereinbarung möglich (Click and Meet). Der Zugang zu Geschäften mit mehr als 200 Quadratmetern Verkaufsfläche ist nur mit Nachweis eines negativen Tests, einer vollständigen Impfung oder Genesung zulässig.

Außengastronomie: Die Außenbereiche von Gastronomiebetrieben dürfen mit strengen Hygienekonzepten bis 23 Uhr öffnen. Der Zugang ist nur mit einem negativen Testergebnis möglich, wenn nicht bereits eine vollständige Impfung oder eine Genesung nachgewiesen werden kann. Die Gäste müssen sich an Tischen aufhalten.

Beherbergung: Hotels dürfen für Menschen, die ihren ersten oder zweiten Wohnsitz in Niedersachsen haben, öffnen. Noch nicht vollständig geimpfte oder genesene Gäste müssen bei Anreise und mindestens zweimal pro Woche einen negativen Test nachweisen. Hotels und Pensionen, Jugendherbergen und Campingplätze dürfen nur bis zu 60 Prozent belegt werden, für Ferienwohnungen und Ferienhäuser gilt eine eintägige Wiederbelegungssperre. Zulässig sind mit Testungen bei Anreise und zweimal wöchentlich auch mehrtägige Kinder- und Jugendfreizeiten.

Freizeit: Zoologische und botanische Gärten können bis zu einer 50-prozentigen Kapazitätsgrenze ohne Test besucht werden. Geöffnet werden können dann jedoch nur die Außenbereiche. Sollen auch Innenräume geöffnet werden, gilt für alle nicht vollständig geimpften oder genesenen Besucherinnen und Besucher eine Testpflicht. Freizeitparks, Museen und Gedenkstätten können öffnen für Getestete, Genesene oder Geimpfte. Das gilt auch für Theater, Kinos Konzerthäuser und Kulturzentren, die im Freien mit bis zu 250 Personen Sitzveranstaltungen mit Hygienekonzept und Abstand durchführen dürfen.

Wichtig auch: Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahren benötigen jenseits des Schulbetriebs keine negativen Testnachweise.

Aktionen vor Ort für Feuerwehrleute und Schulpersonal

Mittlerweile sind mehr als 60 000 Menschen im Landkreis gegen Corona geimpft. Nach Angaben des Gesundheitsamts haben bis Ende vergangener Woche 38 782 Kreisbewohner die erste Impfung im kreiseigenen Impfzentrum oder bei dezentralen Aktionen erhalten, 11 229 auch bereits die zweite. Hinzu kommen den Angaben nach 12 817 Erstgeimpfte bei den niedergelassenen Ärzten und 256 Personen, die bereits den zweiten Piks erhalten haben. Neben den Impfungen im Impfzentrum werden in dieser Woche bei zwei Sonderterminen Personen, die in Schulen tätig sind, sowie Feuerwehrleute geimpft. Diese Gruppen sollen nach der Vorgabe des Landes priorisiert geimpft werden. Am Freitag finden zwischen 13 und 20 Uhr im Zevener Impfzentrum, in der Sporthalle der Pestalozzischule in Rotenburg sowie in der Ballspielhalle der Schule Geestequelle in Oerel Impfungen statt. Insgesamt stehen an diesem Tag 1 400 Termine zur Verfügung. Am Sonnabend werden dann in der Sporthalle der Pestalozzischule in Rotenburg, in der Ballspielhalle der Schule Geestequelle in Oerel sowie in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Zeven rund die Hälfte der Feuerwehrleute im Landkreis geimpft. Dafür sind an diesem Tag 2 080 Termine eingeplant. Informationen zur Anmeldung erhalten die berechtigten Personen direkt über die Schulen oder die Feuerwehr.

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