Noch keine Spuren nach Vandalismus in der Stadtkirche

Aufräumen im Gotteshaus

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Mehrere Seiten fehlen in der historischen Bibel.

Rotenburg - Küsterin Elisabeth Schwanholt und ihre Stellvertreterin Helga Schwiebert hatten am Donnerstag alle Hände voll zu tun, um das Chaos, das die Vandalen und Diebe in der Stadtkirche in der Nacht zu Mittwoch veranstaltet haben, zu beseitigen. Die beiden Kirchendienerinnen sind damit beschäftigt, die herumliegenden Scherben aufzufegen, die kleinen Plastikkugeln, die aus der Softair-Waffe verschossen wurden aufzusaugen, Kerzenreste aufzusammeln und in der Kirche verteilte Kerzenleuchter wieder an den angestammten Platz zu stellen.

„Ich kann die Motive solcher Menschen nicht verstehen. Sie haben nicht nur die großen Kerzen zerbrochen und Glühbirnen zerschossen, sondern auch Zahlen ins Gästebuch, das auf einem Pult direkt am Haupteingang steht, gekritzelt“, ist Schwiebert so richtig verärgert.

Am Altar stehend hält die stellvertretende Küsterin eine historische Bibel hoch – „und hier aus diesem antiken Werk sind einige Seiten achtlos herausgerissen worden und auf dem Altar verteilt worden“, zeigt sie erbost eine weitere frevlerische Tat der Einbrecher.

Das sind nicht die einzigen Spuren, die die Täter hinterlassen haben. Die Mikrofonhalterungen an der Kanzel und am Altar-Pult sind auch noch abgerissen worden.

„Die Täter haben die Seitentür aufgehebelt, um in die Kirche zu gelangen“, sagt Küsterin Schwanholt und deutet auf eine tiefe Kerbe auf dem Betonboden direkt vor dem Nebeneingang. Um in die Sakristei zu gelangen, hätten die Langfinger zudem mit roher Gewalt die Türzargen samt Tür zur Sakristei herausgebrochen. Im Raum haben die Täter dann den Tresor gestohlen. Darin sind die Mikrofonanlage und Altargeschirr aufbewahrt.

Handwerker haben damit begonnen, die Türfüllungen wieder anzubringen und den Eingang zur Sakristei zu reparieren. Auch die Mikrofonhalterungen sind wieder angebracht. Allein das gestohlene Equipment aus dem entwendeten Tresor fehlt, um die Stimmen der Pastoren zu verstärken.

„So muss eine am Sonnabend geplante Trauung eben auch ohne Mikrofonanlage über die Bühne gehen“, erklärt Schwiebert, die zuversichtlich ist, dass bis dahin die Kirche wieder freigegeben werden kann. Die Polizei hatte am Donnerstag noch keine konkrete Spur zu den Tätern.

go

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