BUND-Kreisvorsitzender Manfred Radtke initiiert die Aktion – und die Stadt zieht mit

Nisthilfen für Wildbienen auf den Friedhöfen

Manfred Radtke (v.l.), Ute Lange, Andreas Weber und Stephan Lohmann freuen sich über die Nisthilfen.
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Manfred Radtke (v.l.), Ute Lange, Andreas Weber und Stephan Lohmann freuen sich über die Nisthilfen.

Rotenburg – Was Zeven kann, muss doch auch in Rotenburg möglich sein. Und in der Tat: Nachdem in der Nachbarschaft bereits im vergangenen Jahr sämtliche Friedhöfe mit Nisthilfen für Wildbienen ausgestattet worden sind, zieht die Kreisstadt als bienenfreundliche Kommune jetzt nach.

Auf Initiative des BUND-Kreisvorsitzenden Manfred Radtke sind auf den Friedhöfen an der Lindenstraße und an der Freudenthalstraße sowie in Waffensen, Mulmshorn und Unterstedt die dafür erforderlichen Holzkästen aufgestellt worden. „Ich danke Manfred Radtke sehr für sein Engagement“, sagt Bürgermeister Andreas Weber (SPD) am Montagvormittag bei der Präsentation der Nisthilfe auf dem Friedhof an der Lindenstraße. Radtke hatte nicht nur im Umweltausschuss der Kreisstadt für den Anstoß in diese Richtung gesorgt, sondern auch eine Materialliste geliefert, auf deren Grundlage der Bauhof mit der praktischen Umsetzung des Projektes starten konnte. Der BUND hat derweil die Inhalte für die Kästen geliefert.

Denn Radtke betont, dass es darauf ankomme, ein richtiges Angebot zu machen. „Wildbienen nisten in Röhren – und eben die sind in unterschiedlicher Ausgestaltung und Größe in diesem Kasten zu finden.“ Da ist eine künstliche Steilwand aus gebranntem Ton zu finden, da gibt es Schilfhalme, die in Dosen und Steinen zusammengesteckt sind, und da ist auch ein Bienenstein, der 300 Löcher in Größen zwischen zwei und neun Millimetern aufweist. Auch in Hölzern können sich die Wildbienen einrichten. Radtkes Empfehlung: „Man sollte dafür nur Hartholz verwenden.“ Er hat sich für Buche entschieden. Um die Nisthilfe zu schützen, biete es sich durchaus an, einen dünnen Drahtzaun davor zu platzieren.

Die Offensive des BUND in der Platzierung von möglichst vielen Nisthilfen für Wildbienen fuße auf dem Projekt „Ökologische Nische Friedhof“. Friedhöfe spielten eine wichtige Rolle in der religiösen Praxis und erfüllen eine wichtige Erholungsfunktion für viele Menschen. Gerade in Stadtgebieten kommt den Friedhöfen als Grünflächen auch eine wichtige Funktion für die Erholung der Bevölkerung zu. Sie seien aber auch ein wichtiger Rückzugsraum für Pflanzen und Tiere und bildeten oft ökologisch wertvolle Inseln im urbanen Raum, heißt es.

Stephan Lohmann und Ute Lange in der Friedhofsverwaltung der Stadt halten Broschüren dazu bereit. Darin gibt es auch verschiedene Tipps zur Grabgestaltung, um den Lebensraum der Wildbienen zu verbessern.  men

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