Wenig Resonanz beim Abschlusskonzert der Rotenburger Gitarrenwoche

Nicht nur vielleicht, sondern bestimmt

Die Rotenburger Gitarrenwoche 2016: Das Ensemble spielt beim Abschlusskonzert in der Theodor-Heuss-Schule unter der Leitung von Hans Wilhelm Kaufmann. - Fotos: Bonath

Rotenburg - Von Wieland Bonath. Leise Töne der Saiteninstrumente: Zum Abschluss der 34. Rotenburger Gitarrenwoche ging es am Sonnabend noch einmal für eineinhalb Stunden in die Aula der Rotenburger Theodor-Heuss-Schule (THS). Durch das Programm führte der Bremer Gitarrendozent Hans Wilhelm Kaufmann, der auch das etwa 20 Teilnehmer zählende Gitarrenensemble dirigierte. Gehör fanden sie bei rund 40 Besuchern: Die Gitarrenwoche – sie zählt in Deutschland unter den 50 vergleichbaren Veranstaltungen zu den renommierten – hätte mehr Resonanz verdient.

Vom 23. bis 31. Juli waren Ahausen und Rotenburg wieder für mehr als 20 begeisterte Gitarristen unterschiedlicher Alters- und Leistungsstufen so etwas wie Wallfahrtsorte ihrer Musikkunst mit Jahrtausende alter Tradition mit ihren Ursprüngen in der Antike und ihrem späteren Siegeslauf um die Welt, von Lateinamerika bis schließlich nach Europa. Die Gitarre ist heute längst ein nicht mehr fortzudenkender Bestandteil in der Musik.

Das Konzert in der Aula der THS war der Präsentation der Ergebnisse der arbeitsreichen Woche vorbehalten. Die Besucher hörten unter anderem Werke von Bach Gardel, Morley und Williams. Unter Leitung von Hans Wilhelm Kaufmann, der die Rotenburger Gitarrenwoche 1982 einst ins Leben gerufen hatte, spielte das Gitarrenensemble drei Werke von Flores Chaviano. Der Künstler, gerade 70 Jahre geworden, wollte selbst Rotenburg kommen, musste wegen eines anderen Termins jedoch darauf verzichten.

Organisator Dirk Lemmermann, der den Liebhabern klassischer Gitarrenmusik musikalische Leckerbissen versprochen hatte, enttäuschte die Besucher der Konzerte nicht. Und wenn es in seltenen Fällen bei Gitarristen einmal „hakte“, dann wurden kleine musikalischen Patzer vom Publikum „überhört“ und mit aufbauendem Beifall quittiert.

Und auch, wenn die Resonanz nicht im Sinne des Erfinders war, so war sich Kaufmann doch sicher: „Wir kommen nach Rotenburg nicht nur vielleicht, sondern bestimmt zurück.“

Die Dozenten

Diese Gitarrendozenten haben in Ahausen und Rotenburg Unterricht gegeben: Hans Wilhelm Kaufmann (Bremen), Thomas Müller-Pering und Dirk Lemmermann (Offenbach), an ihrer Seite standen die international renommierten Gitarristen József Eötvös (Ungarn) und Tomasz Zawierucha (Polen) sowie Hans Peter Gatterer (Österreich) als Gastdozenten. 

bn

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