Thorsten Schiemann sucht noch freiwillige Wahlvorstände

Neuer Chef im Ordnungsamt

Thorsten Schiemann sitzt an seinem Schreibtisch. Er leitet das Rotenburger Ordnungsamt.
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Thorsten Schiemann leitet das Rotenburger Ordnungsamt.

Rotenburg – Kaum im Amt, hat der neue Leiter des Rotenburger Ordnungsamtes auch schon ein ganz dickes Brett zu bohren. Gleich zwei Wahlen stehen für den kommenden September im Terminkalender. Das klingt so, als sei bis dahin noch viel Zeit. Aber für Thorsten Schiemann laufen die Vorbereitungen schon jetzt auf hohen Touren.

In diesen Tagen befasst sich Thorsten Schiemann mit der Besetzung der 19 Wahlvorstände – jeweils einen gibt es für die 16 Wahllokale sowie drei für die Bearbeitung der Briefwahl. 90 von 152 Plätzen sind besetzt. Da geht also noch was. Schiemann: „Ich hoffe, wir finden noch ausreichend Freiwillige, die diese Aufgabe bei der Kommunal- sowie bei der Bundestagswahl übernehmen möchten.“

Parallel dazu hat sich der 41-Jährige mit weiteren wichtigen Themen zu befassen. Einerseits ist das Ordnungsamt dafür zuständig, die Einhaltung der Corona-Schutzbestimmungen in der Stadt zu überwachen, andererseits geht es in der Kreisstadt mit Blick auf die Feuerwehrgerätehäuser in erster Linie in den Ortschaften Borchel und Unterstedt um mögliche An-, Um- oder Neubaumaßnahmen. „Wir sind da im Gespräch. Die Feuerwehren und das Bauamt sind daran beteiligt. Entscheidungen wird aber aller Voraussicht nach erst der neue Rat zu treffen haben“, so Schiemann. Die Bestellungen für eine neue Drehleiter indes wird schon zeitnah rausgehen, und auch die für ein neues LF-10 soll zeitnah verschickt werden.

Thorsten Schiemann wirkt in einem Gespräch mit unserer Redaktion schon ganz fest drin in den Themen, die bei ihm auf dem Schreibtisch landen. „Die ersten Wochen habe ich noch mit meinem Vorgänger Frank Rütter zusammengearbeitet. Das war wirklich Gold wert.“ Mit dieser Hilfe sei es ihm leichter gefallen, in das Tagesgeschäft hineinzukommen.

Das Ordnungswesen, das Einwohnermeldeamt und das Standesamt – das sind die drei Säulen seines Zuständigkeitsbereiches, in dem er es mit 17 Kolleginnen und Kollegen zu tun hat. „Es ist ein wunderbares Team in den drei Abteilungen“, unterstreicht Schiemann. Dieses zu führen, sei für ihn die größte Herausforderung.

Thorsten Schiemann ist als gebürtiger Rotenburger in Verden aufgewachsen. Nach dem Abitur am Domgymnasium sowie seiner Zeit bei der Bundeswehr in der ehemaligen Lent-Kaserne hat er bei der Gemeinde Oyten die Beamtenlaufbahn eingeschlagen und dort in den acht Jahren sein Studium für den gehobenen Dienst absolviert. Danach wechselte der Vater einer Tochter nach Verden, wo er elf Jahre lang gearbeitet hat – zuletzt als stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes.

Hier steht das Leben nie still.

Thorsten Schiemann, Leiter des Ordnungsamtes

Nach einem kurzen Gastspiel im Rotenburger Kreishaus wechselte Thorsten Schiemann jetzt von der einen auf die andere Seite der Wümme. Er ist also wieder zurück im Ordnungsamt. „Hier steht das Leben nie still“, sagt er voller Begeisterung für diesen Job. Dabei weiß er, dass er sich in diesem Beruf nicht nur Freunde macht. „Vor allem dann nicht, wenn es um Bußgelder geht.“ Dennoch: „Wir haben es jeden Tag mit den Menschen draußen zu tun – das ist gut.“

Darüber hinaus wird Schiemann in seiner Funktion immer wieder einen engen Draht zur Feuerwehr pflegen müssen. Das passt: 25 Jahre lang war er selbst als ehrenamtlicher Feuerwehrmann in Walle im Einsatz. „Das Thema ist spannend und macht viel Spaß“, versichert er. Die fünf Rotenburger Ortswehren seien zudem gut aufgestellt. Schiemann nach den ersten Gesprächen mit einem Schmunzeln im Gesicht: „Die brennen dafür.“ Die Brennen dafür, aber auch der neue Ordnungsamtsleiter weiß, wie ein Brand zu löschen ist. Das kann helfen.

40 Euro Erfrischungsgeld für jeden Wahlhelfer

Löschwasser ist in Sachen Kommunal- und Bundestagswahlen noch nicht erforderlich. Aber zu tun gibt es dennoch reichlich. Schiemann hat den Plan, möglichst viele der Wahlvorstände nicht nur am 12. September, sondern eben auch zwei Wochen später bei der Bundestagswahl einzusetzen. 40 Euro als Erfrischungsgeld gibt es für jeden, der dabei ist. Zunächst hat er auf Namenslisten von Frauen und Männern zurückgegriffen, die schon mal dieses Amt übernommen haben. „Es gab viele positive Rückmeldungen, aber auch welche von anderen Rotenburgern, die das gerne machen möchten“, berichtet der Ordnungsamtsleiter. Er ist froh, bei dieser Aufgabe auf das große Vorwissen seines Vorgängers zurückgreifen zu können.

Doch Schiemann denkt auch schon ganz konkret an den ersten der beiden Wahltermine – und rechnet mit einer Briefwahlbeteiligung von rund 50 Prozent. Daher stockt er die Zahl der Wahlvorstände auch vorsichtshalber auf. Zugleich hat er weitere Termine in der Vorbereitung deutlich markiert: Bis zum 26. Juli müssen die jeweils bis zu 39 Wahlvorschläge im Rathaus eintreffen. Anschließend ist der Druck der Stimmzettel in die Wege zu leiten. Schiemann: „Die können sehr lang werden, weil wir ja nur noch einen Wahlbereich in Rotenburg haben.“

Im weiteren Verlauf sind die Wahlbenachrichtigungen dran – auch sie müssen rechtzeitig fertig werden. Langweilig dürfte Thorsten Schiemann also nicht werden. Anders sieht es für ihn als bekennender Fan des FC Bayern München aus: Der Top-Club aus dem Süden dürfte schon bald die nächste Meisterschaft unter Dach und Fach gebracht haben.

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