Büffelbeweidung in Jeersdorf trägt Früchte

Neue Nisthilfe für Weißstörche

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An manchen Orten kann es sinnvoll sein, die Ansiedlung von Weißstörchen durch das Errichten von künstlichen Nisthilfen zu befördern. 

Jeersdorf - In Jeersdorf, etwa zwei Kilometer von den Büffelweiden von Landwirt Jürgen Wahlers entfernt, wurde an der Wümme bereits vor etwa zehn Jahren ein sogenannter „Storchenmast“ unweit des Mühlteiches errichtet. Diese Nisthilfe für Weißstörche blieb jedoch über Jahre hinweg ungenutzt.

Im vergangenen Sommer nun endlich hat dort ein Weißstorch-Paar drei Jungtiere aufgezogen. Im Frühjahr kamen die Alttiere und einige weitere Adebare nach Jeersdorf zurück, und erneut brüten zwei davon derzeit auf dem Mast. Weitere der großen Vögel suchen regelmäßig in der Region nach Nahrung, so vor allem auch auf den seit etwa drei Jahren mit Wasserbüffeln beweideten Nass- und Feuchtflächen.

Aus diesem in der Region neuartigen und zunächst von Wahlers rein privat getragenen Ansatz entwickelte sich rasch die Idee, einen gemeinnützigen Verein zu gründen und den Einsatz von Wasserbüffeln zur Pflege und zum Erhalt artenreichen Nassgrünlandes an Flüssen Nordwestdeutschlands bekannt zu machen. Die heute an der Wümme weidenden Tiere gehören Mitgliedern des sogenannten Büffelvereins.

Der darf sich demnächst über eine Spende freuen, mit der ein weiterer Storchenmast direkt auf den Büffelweiden am Jeersdorfer Waldweg errichtet werden kann. Geldgeber sind neben Privatpersonen ebenfalls die Firma Energiequelle, die Anlagen im Bereich der Erneuerbaren Energien auch in der Gemeinde Scheeßel betreibt und plant. Für René Krawczynski, dem leitenden Ökologen des Unternehmens, kommt diese Entwicklung nicht unerwartet. Seit Jahren beobachtet er immer wieder eine Förderung verschiedenster „Folgenutzer“, sobald Teile der Umgebung extensiv und möglichst ganzjährig mit Rindern, Büffeln und anderen Weidetieren genutzt werden. Mit der Firma Naturwind wurde ein weiterer Spender für die Nisthilfe gefunden.

Wilfried Glauch, der Storchenbeauftragte des Landkreises, und die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises haben das Vorhaben bereits befürwortet und gemeinsam mit Jürgen Wahlers den Standort festgelegt.

In den kommenden Wochen soll das Vorhaben nun umgesetzt werden, damit spätestens im nächsten Sommer ein weiterer Horststandort zur Verfügung steht. 

lw

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