Bau auf dem Waldfriedhof soll im August beginnen

Neue Kapelle bietet viel Platz

Die neue Friedhofskapelle wird achteckig. Weitere Räume schließen sich im hinteren Teil an. Grafik: Stadt Rotenburg

Rotenburg - Von Farina Witte. Der Waldfriedhof Rotenburg bekommt eine neue Kapelle. Die Stadtverwaltung hofft, im August mit dem Bau beginnen zu können. „Der Bauantrag ist abgegeben“, sagte Planungsamtsleiter Clemens Bumann. Insgesamt 900 000 Euro sind für die Maßnahme im Haushalt vorgesehen, 400 000 Euro 2019 und 500 000 im kommenden Jahr.

Bumann hat während der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Planung und Hochbau der Stadt die Pläne für das neue Gebäude vorgestellt. Die Kapelle selbst ist achteckig und bietet bis zu 230 Trauergästen Platz, wobei sich ein Teil der Sitzplätze auf einer Empore befinden. Im unteren Bereich sind es 185 Plätze. An die Kapelle schließt sich ein separater, neutral gestalteter Trauerraum an, sodass auch nicht-christliche oder nicht-religiöse Personen eine Trauerfeier abhalten können. Außerdem hat Planer Frank Beyer vom Gebäudemanagement der Stadt jeweils einen Raum für den Seelsorger oder Pfarrer und einen für die Aufbahrung des Sarges vorgesehen. Auch Toiletten und ein Technikraum finden angrenzend an die Kapelle Platz.

„Alles ist sehr funktional“, erklärte Bumann. Aussehen werde das Gebäude wie eine klassische Kapelle. Es werde rotgeklinkert und das Dach mit Stehfalzblech gedeckt. Bei der Planung des Gebäudes habe sich die Stadt mit Bestattern und dem Friedhofsamt abgesprochen. „Die können das sehr gut mittragen“, so Bumann.

In der neuen Kapelle soll es auch eine Orgel geben. Allerdings eine elektrische, teilte Bumann dem Fachausschuss mit. Für eine normale Orgel sei der Raum nicht geeignet. Ausschussmitglied Gunter Schwedesky (FDP) wies darauf hin, dass es im Internet kostengünstige Angebote für Orgeln gebe, darunter auch für kleinere, normale Modelle. Man müsse nicht zwangläufig auf ein elektrisches Instrument zurückgreifen.

Das bestehende alte Gebäude auf dem Waldfriedhof an der Freudenthalstraße wird abgerissen; die Bauphase für die geplante Kapelle dauert voraussichtlich ein Jahr. An eine Lösung für die Trauerfeiern, die in dieser Zeit stattfinden, haben die Planer der Stadt ebenfalls gedacht. Einige Meter weiter östlich von der bestehenden Kapelle wird ein beheiztes Zelt aufgebaut, in dem die Einsegnungen und Trauerfeiern stattfinden können. Wie genau das gestaltet wird, ist noch nicht klar. Weber verdeutlicht aber, dass während der Übergangszeit würdevolle Trauerfeiern möglich sein werden. Die Aufbahrung der Särge übernehmen für diese Zeit die Beerdigungsinstitute.

Problematisch am alten Gebäude war vor allem, dass es mit 120 Sitzplätzen oft eng wurde und bei Trauerfeiern einige Personen draußen bleiben oder im hinteren Bereich stehen mussten. Diese Problematik wollte man bei der Planung für die neue Kapelle ausräumen und hat sich deshalb für 230 Sitzplätze entschieden. Das betonte Weber an Gunter Schwedesky gerichtet, der in der Planungsausschusssitzung angemerkt hatte, dass diese Anzahl möglicherweise zu viel sei. „Ich weiß nicht, ob wir auf mittlere Sicht gesehen eine Nummer zu groß planen“, meinte er. Voll würde die Kapelle nur in wenigen Fällen. Klaus Rinck (CDU) ergänzte, dass man bei großen Trauerfeiern auch in die Kirche Zum Guten Hirten ausweichen könnte. Sein Parteikollege Volker Emshoff fand hingegen, dass 230 Plätze für eine Kreisstadt nicht zuviel sind. Die Stadt werde immer größer, und es gebe eine Vielzahl an Vereinen, deren Mitglieder bei Trauerfeiern dabei sind. Außerdem, das ergänzte Weber, habe die Empore den Vorteil, dass die Sitzplätze dort nur bei Bedarf genutzt würden. Rechne man mit weniger Trauergästen, könne sie geschlossen bleiben.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Brexit verschoben - aber weiter keine Lösung in Sicht

Brexit verschoben - aber weiter keine Lösung in Sicht

Trommel-Ensemble „Kokubu“ in der Glocke

Trommel-Ensemble „Kokubu“ in der Glocke

Abi-Mottowoche an der Eichenschule

Abi-Mottowoche an der Eichenschule

„Kunstgeflüster“ im Domgymnasium

„Kunstgeflüster“ im Domgymnasium

Meistgelesene Artikel

2019 ohne Weihnachtszauber am Heimathaus

2019 ohne Weihnachtszauber am Heimathaus

Bronze für ein Gartenhäuschen

Bronze für ein Gartenhäuschen

Viele Fragen, kaum Antworten

Viele Fragen, kaum Antworten

Kreistag stemmt sich gegen „Denunziantenforum“ im Netz

Kreistag stemmt sich gegen „Denunziantenforum“ im Netz

Kommentare