DB Netz investiert wieder 4,6 Millionen Euro in Rotenburg

Zehn neue Weichen und drei neue Gleise

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Nach dem Verlegen der neuen Gleise folgt die Reinigung mit einer Spezialmaschine. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt.

Rotenburg - Von Ulf Buschmann. Das, was am Bahnhof Rotenburg derzeit geschieht, wirbelt ziemlichen Staub auf – im Gegensatz zur Politik allerdings diesmal im wörtlichen statt im übertragenen Sinne. Seit Anfang Juli nämlich geht es mit der Modernisierung des hiesigen Schienennetzes weiter: Ab Mitte August sollen die Züge dann auf neuen Weichen und Gleisen rollen.

Schwere Maschinen fahren und her. Es staubt, Arbeiter warten geduldig, alle sind konzentriert. Ab und zu versinkt der eine oder andere in der dichten Staubwolke. Sie ist nicht zu übersehen. Dafür, dass alles seinen geordneten Gang geht, sorgt Bauleiter Gordon Dittmann von Willke Rail Construction. Das Unternehmen mit Sitz in Wittorf ist zurzeit am Bahnhof Rotenburg im Einsatz.

Dort investiert die Deutsche Bahn AG beziehungsweise ihre Tochter DB Netz rund 4,8 Millionen Euro, um das Streckennetz vor Ort fit für die Zukunft zu machen. Bereits seit dem 6. Juli werden in diesem Bereich zehn Weichen und drei Gleise ersetzt. Bis 12. August soll laut DB Netz der Großteil der Arbeiten abgeschlossen sein. „Danach erfolgen noch sogenannte Restarbeiten“, teilt das Unternehmen auf Anfrage der Rotenburger Kreiszeitung mit. Hierfür dürften weitere drei Tage ins Land gehen, denn als Ende der Arbeiten nennt Bauleiter Dittmann den 15. August.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die DB Netz hier Geld ausgegeben: Für rund drei Millionen Euro ließ sie 17 Weichen und mehrere Gleise erneuern. Damals jedoch war der Bereich in Fahrtrichtung Hamburg dran, in diesem Jahr geht es in Richtung Bremen weiter. Die Abläufe sind identisch: Die alten Gleise und Weichen werden mit schwerem Gerät entfernt, es wird neuer Grundschotter eingebracht, danach werden die neuen Weiche und Gleisjoche gesetzt. Auch bei diesem Projekt gilt: Das Verlegen von Schienenkörpern ist Millimeterarbeit.

Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind herrscht erst einmal Ruhe – bis zwischen Weihnachten und Neujahr. Dann nämlich müssen die Kolonnen noch einmal anrücken, um die Bauteile endgültig in die richtige Position zu setzen. Hintergrund: Weichen und Gleise müssen sich durch den Zugbetrieb in die richtige Position rütteln.

Große Behinderungen für Bahnkunden soll es in diesem Jahr aber nicht geben. „Die Gleise 4 und 5 werden teilweise durch Bauarbeiten belegt. Die Züge werden über Gleis 6 umgeleitet“, teilt dazu DB-Netz mit.

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