Schau im Rotenburger Rathaus

Ausstellung „Auf dem Weg“ präsentiert Naturschutz-Projekte

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An der Ausstellung „Auf dem Weg“ haben verschiedene Naturschutzorganisationen und -vereine mitgewirkt. Christiane Looks (5.v.l.) hat die Ausstellung mit Bürgermeister Andreas Weber (2.v.r.) und dem stellvertretenden Landrat Hans-Jürgen Krahn (r.) eröffnet.

Rotenburg - Von Farina Witte. Die Naturschutzbeauftragte Christiane Looks hat am Dienstagabend im Rotenburger Rathaus die Ausstellung „Auf dem Weg“ eröffnet.

Auf den Stellwänden im Foyer des Rathauses werden, mit Bild und Text, verschiedene Naturschutzprojekte des Landkreises vorgestellt. „Mit der Ausstellung“, sagt Looks, „sollen die Menschen Appetit auf Naturschutz bekommen.“ 

Der Anstoß dazu war ein Besuch in einem schön gestalteten Garten.  „Also mit Naturschutz brauchst Du mir überhaupt nicht zu kommen – guck Dir doch mal meinen Koiteich an! Ohne Elektrodraht geht hier nichts mehr – nur wegen des Fischotters“, habe der Besitzer ihr gesagt. 

„Wie reagiert eine Naturschutzbeauftragte, deren Aufgabe es ist, Verständnis für Naturschutz zu wecken, auf den durchaus nachvollziehbaren Wutausbruch eines Besitzers angeknabberter, teurer Kois durch ein streng geschütztes Tier?“, fragte Looks sich. Vieles aus der Naturschutzarbeit sei zu wenig bekannt, auch da es teils nicht öffentlich zugänglich ist. 

Um zu zeigen, wie vielseitig die Naturschutzarbeit im Landkreis ist, hat Looks sich entschlossen, verschiedene und eher unbekannte Projekte vorzustellen. Beteiligt haben sich dabei Jürgen Cassier, ehemaliger Amtsleiter der Naturschutzbehörde, die Stiftung Naturschutz im Landkreis, Manfred Radtke vom BUND Rotenburg, Elli Döbler vom Imkerverein Rotenburg sowie der Naturschutzbund (Nabu).

Der Naturschutz hat ein Imageproblem

In der Ausstellung werden fast ausschließlich positive Beispiele gezeigt, denn die Naturschutzbeauftragte möchte bewusst machen, was Naturschutz im Landkreis Rotenburg macht. Auf den niedersächsischen Naturschutztagen im vergangenen Jahr sei während einer Podiumsdiskussion verdeutlicht worden, dass der Naturschutz ein Imageproblem hat. 

„Die Natur wird zunehmend nicht positiv wahrgenommen, sondern als etwas, das ständig zu beschützen ist“, meint Looks. Dabei gehe die naive Freude an der Natur verloren. Indem die Ausstellung verschiedene Projekte vorstellt, solle Neugier geweckt werden. „Die Projekte zeigen: Naturschutz ist machbar und auf dem Weg.“  Dazu gehören zum Beispiel die Wiederbelebung eines Hochmoores, die BUND-Düne bei Ahausen, der Mitmach- und Erlebnisgarten am Hartmannshof, Imkern für den Naturschutz und Beispiele für die ökologische Vielfalt. 

Das Nabu-Team informiert sich über die BUND-Düne bei Ahausen.

Bürgermeister Andreas Weber (SPD) freute sich, dass die Ausstellung im Rathaus gezeigt wird: „Das ist ein riesen Zugewinn für die Besucher.“ Hans-Jürgen Krahn (CDU) richtete als stellvertretender Landrat einige Worte an das Ausstellungsteam und griff dabei den Titel „Auf dem Weg“ auf. „Der Weg kann auch das Ziel sein“, meinte er und betonte, dass dies auch im Naturschutz so sei. Krahn: „Der Weg ist dabei oftmals ein langer, manchmal mühsam.“

Im Rahmen der Ausstellung wird am Montag, 18. Juni, ab 19 Uhr der Film „Tomorrow“ im Rathaus gezeigt. Dieser zeige Beispiele, die Anregungen für den Naturschutz seien. Der Eintritt dazu ist frei. „Auf dem Weg“ kann noch bis Donnerstag, 28. Juni, zu den Öffnungszeiten des Rotenburger Rathauses angeschaut werden.

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