Närrisches Wetter an den Tollen Tagen / Trübe Aussichten für Winterfans

Die Temperaturen steigen

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In Rotenburg wagen sich schon die ersten Krokusse an die Luft.

Rotenburg - Es stehen stürmische Zeiten bevor. Wind und Regen sind im Anmarsch – da hat es die Sonne schwer. Auch im weiteren Verlauf des Monats bleibt es wohl ungemütlich. Aber: Richtiges Winterwetter ist nicht mehr in Sicht. Das kündigt der Wettermann der Rotenburger Kreiszeitung, Reinhard Zakrzewski, an.

Bis auf weiteres hat der Atlantik das Sagen. Immer wieder treiben Tiefdruckgebiete Regenwolken und milde Luft über Norddeutschland hinweg. Sie bescheren uns reichliche Niederschläge und viel Wind. Nach einer vorübergehenden Wetterberuhigung steigt das Windpotenzial am Wochenende bis Faschingsdienstag deutlich an. Folgt man dem amerikanischen Wettermodell von gestern, könnte uns zum Rosenmontag sogar ein schwerer Sturm ins Visier nehmen. Allerdings ist dieses Szenario noch unsicher.

Nach einem kühlen Intermezzo heute steigen die Temperaturen zum Wochenende deutlich an. Am Sonnabend sind kurzzeitig sogar zweistelligen Werte drin. Bis zur Wochenmitte nehmen die Temperaturen wieder leicht ab. Nachtfröste bleiben aber weiterhin außen vor. Neben freundlichen Phasen regnet es häufiger, und der Wind legt zeitweise turbulent zu.

Ähnlich ungemütlich geht es voraussichtlich auch über die Monatsmitte hinaus weiter. Die Sonne tut sich schwer, wiederholt ziehen Regengebiete durch. Es bleibt insgesamt sehr windig. Bei zeitweilig kühleren Temperaturen könnten sich auch ein paar Schneeflocken zu uns verirren. Klassisches Winterwetter mit Frost ist aber nicht in Sicht. Vielmehr deutet sich ein zu nasser Februar an. Käme es so, wäre das auf das Jahr gesehen ziemlich ungünstig. Lautet doch die zu 60 Prozent richtige Witterungsregel: „Je nasser ist der Februar, desto nasser wird das ganze Jahr.“

Nach der Jahrhundertwärme im Dezember zeigte der Winter im Januar überraschenderweise doch noch die Zähne. Klirrende Kälte – selbst am Tag – ließ die Gewässer Anfang des Monats im Handumdrehen überfrieren. An bis zu elf Tagen lag im Altkreis eine geschlossene Schneedecke, die zwischen dem 6. und 8. Januar ihre größte Höhe erreichte (Rotenburg am 8. Januar 10 Zentimeter).

Grund für die Kältewellen in der ersten und dritten Januarwoche war ein Hochdruckgebiet über Nordeuropa. Es lenkte mit nördlichen bis östlichen Winden arktische Frostluft aus Skandinavien und Russland nach Norddeutschland, die die milden Westwinde zeitweise ausbremsten.

Zwischen den Kälteschüben und danach gab die atlantische Wetterküche mit Temperaturen teilweise über 11 Grad wieder Gas. Entsprechend fiel der zentrale Wintermonat in unsere Region im Vergleich zum Klimamittel (1981-2010) auch nur geringfügig zu kalt aus. Deutlich hinter den Erwartungen blieben die Niederschläge, aber auch der Sonnenschein zurück. Mit nur 27 bis 31 Stunden hinterließ der Januar im Vergleich zum ungewohnt freundlichen Dezember einen ziemlich düsteren Eindruck.

Der Januar in Rotenburg im Vergleich zum Klimamittel (1981-2010):

•Monatsmittel: 1,2°C (Abweichung -0,1°C)

•Maximum: 11,6°C (27. Januar)

•Minimum: -9,4°C (22. Januar)

•Frosttage (Mindestens unter 0,0°C): 16 (normal 16)

•Eistage (Maximal unter 0,0°C) 9 (normal 6)

•Niederschlag 56 Millimeter (74% vom Soll), Visselhövede 74 mm (87% vom Soll)

•Sonnenschein 31 Stunden (72% v. Soll)

rz

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