Stadt nimmt Planung für „Stockforthsweg II“ in Angriff / 41 Grundstücke geplant

Das nächste Rotenburger Baugebiet ist in Arbeit

Zwischen den beiden Kleingarten-Siedlungen am Weg „An der Rodau“ sollen ein weiteres Baugebiet entstehen. Die Vorbereitungen für die Planungen stehen, am Montag kommt das Thema im Planungsausschuss der Stadt Rotenburg auf den Tisch. - Foto: Menker

Rotenburg - Von Guido Menker. Der Bedarf ist nach wie vor sehr groß. Rund 170 Bauwillige stehen auf einer Warteliste, die die Stadt führt. Sie alle sind auf der Suche nach einem Grundstück – und setzen darauf, dass in Rotenburg schon bald entsprechende Flächen für weitere Eigenheim-Bebauungen entstehen. Und genau das soll jetzt passieren. Wie Bürgermeister Andreas Weber (SPD) und der Planungsamtsleiter Clemens Bumann am Donnerstagvormittag berichtet haben, ist das nächste Baugebiet in Arbeit: „Stockforthsweg II“ nämlich.

Die Bebauung am Stockforthsweg war lange Zeit ein Reizthema in der Kreisstadt und hat nicht nur die Parteien im Stadtrat, sondern auch Nachbarn monatelang in Atem gehalten. Eine Bürgeriniative hat alles versucht, um das Baugebiet zu verhindern – geklappt hat das nicht. Inzwischen sind schon zahlreiche Eigenheime fertig. Grundstücke sind dort kaum noch zu haben – es muss also weitergehen. Aber die Möglichkeiten in Rotenburg sind begrenzt, und deshalb nimmt die Stadt nun erst einmal den ursprünglich bereits ins Auge gefassten Plan für „Stockforthsweg II“ in Angriff. Bumann erklärt, dass die Grundstückseigentümer komplett grünes Licht für einen Verkauf der Flächen gegeben haben.

Jetzt kann also die eigentliche Planungsarbeit beginnen. Ein Bebauungsplan muss her, und in einem Parallelverfahren gilt es, den Flächennutzungsplan zu ändern, erklärt Bumann. Im Planungsausschuss am kommenden Montag liegt das Thema auf dem Tisch.

Kleingärten im Bestand gesichert

Bumann spricht übrigens nicht von „Stockforthsweg II“, sondern lieber vom Baugebiet „An der Rodau“. Dabei ist es aus Sicht von Andreas Weber aber nicht nötig, mit einem anderen Namen etwa Druck vom Kessel zu nehmen.

Weber glaubt nämlich nicht, dass es zu Konflikten kommen wird, weil es die seinerzeit umstrittenen Eingriffen im ersten Teil gegeben habe. Bumann: „Der Name ,An der Rodau’ ist einfach passender.“ Das vorgesehene Gebiet liegt zwischen den beiden Kleingartengebieten und soll von der Bundesstraße 440 aus ebenfalls über die Zufahrt Stockforthsweg erschlossen werden. Ein weiteres Regenrückhaltebecken sei nicht erforderlich, sagt Weber.

Er und Bumann sehen für die Planung drei inhaltliche Teile vor. Im Norden soll in voraussichtlich zwei Blöcken Geschosswohnungsbau umgesetzt werden – 22 bis 26 Wohneinheiten wären möglich. Davor gelagert wäre außerdem Platz für Reihenhäuser mit kleinen Gartenanteilen. Und der Rest der Fläche stünde dann noch für Einfamilienhäuser beziehungsweise Doppelhäuser zur Verfügung.

15 Grundstücke mit einer Fläche von jeweils 640 Quadratmetern sowie 26 mit jeweils 510 Quadratmetern seien ins Auge gefasst worden, so Bumann.“ Damit reagieren wir auf die Nachfrage“, fügt er hinzu und erinnert an die zurzeit 170 Namen umfassende Warteliste.

Mit dem Kleingartenverein habe es bereits intensive Gespräche gegeben. Darin habe die Stadt den Mitgliedern versichert, dass ihre Kleingärten in ihrem Bestand geschützt werden. Es geht um rund 40 Parzellen, so Bumann. Die Nutzer der Gärten seien gar nicht böse angesichts der Planungen, denn eine direkt angrenzende landwirtschaftliche Fläche sei für sie wesentlich unangenehmer.

Die Festsetzungen für die künftigen Bauherren seien identisch mit denen im ersten Teil des Baugebietes am Stockforthsweg. Zweigeschossig und mit flach geneigten Dächern könne auch dort gebaut werden. Clemens Bumann geht davon aus, dass der Verkauf der Grundstücke im Januar oder im Februar kommenden Jahres starten könne. Vorausgesetzt, bis dahin sind alle planerischen Aufgaben erledigt. Der Planungsamtsleiter ist aber guten Mutes, denn in Sachen Lärm, Geruch und FFH-Gebiet sei alles schon begutachtet worden. Bumann: „Der planerische Aufwand ist daher eher klein.“

Die ersten Pläne sehen übrigens vor, den fünf Meter hohen Wall, der schon jetzt zur Bundesstraße 440 hin den ersten Teil der Bebauung schützt, entsprechend zu verlängern. Zum Bereich des benachbarten Reit-Clubs lägen derweil noch etwa 80 bis 100 Meter, fügt Bumann hinzu. Die Sitzung des Planungsausschuss beginnt am Montag um 15.15 Uhr im Rathaus.

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