Nachhaltiges Online-Projekt

BBS-Schüler präsentieren Webseite „Gesundheit für Flüchtlinge“

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Die Zwölftklässler des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit und Pflege präsentierten ihre Internetseite. Bürgermeister Andreas Weber bedankte sich für ihr Engagement und möchte mit der Stadt Rotenburg das Projekt weiterhin unterstützen.

Rotenburg - Die Planungsphase ist vorbei, das Resultat kann jeder im Internet ab sofort aufrufen: Die zwölfte Klasse des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit und Pflege (BGG2) der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Rotenburg hat am Mittwoch ihre Webseite „Gesundheit für Flüchtlinge“ präsentiert.

Dort können sich jugendliche und heranwachsende Immigranten über das Gesundheitsangebot in Rotenburg informieren – auf Deutsch und Englisch. Die Schüler hatten vor dem Beginn der Projektarbeit die Auswahl zwischen der Gestaltung eines Gesundheitstages oder einer Internetseite. Sie wollten etwas Nachhaltiges anbieten, erklärte Schülerin Jana Grothe bei der Anmoderation in der BBS. „Etwas, das über den Projektzeitraum hinaus hilfreich ist.“ 

Darum wählten sie die Gestaltung einer Webpräsenz. Die Gymnasiasten hatten anfangs selbst kaum Kenntnisse über die Gesundheitsversorgung gehabt. Ein Problem, das für Flüchtlinge noch viel akuter sein müsste. Aufgrund von Sprachbarrieren und kulturellen Unterschieden seitens der Geflüchteten habe die Klasse erkannt, dass der Bedarf an Hilfestellungen und grundlegendenden Informationen zur Gesundheitsversorgung in Rotenburg nicht ausreichend sei. Also machten sie sich ans Werk.

Viele Arztpraxen waren nicht interessiert

Zuerst hatten sie die wesentlichen Aspekte des Projektauftrages zusammengefasst. Aufgeteilt in vier Gruppen hatten sie dann begonnen, Informationen zu sammeln: zur ambulanten Versorgung, Finanzierung und stationären Behandlung, Gesundheitsförderung sowie Unterstützung und Aufklärung. 

Bei der Kontaktaufnahme zu den verschiedenen Einrichtungen in Rotenburg, die alle direkt oder indirekt mit dem Thema Gesundheit zu tun haben, hatten die Zwölftklässler unterschiedliche Erfahrungen gesammelt. „Viele hatten keinerlei Interesse an einer Veröffentlichung auf der Internetseite“, resümierte Schülerin Lena Kaeselau. Nach mehreren Anfragen konnten die Gymnasiasten nur neun von 51 Arztpraxen überzeugen. Andere wiederum waren offen für das Projekt.

Unterstützung erhalte die Klasse von der Stadt Rotenburg, die die Produktion von Flyern für die Internetseite finanziere. Bürgermeister Andreas Weber (SPD) war bei der Projektvorstellung vor Ort: „Ihr habt etwas Hervorragendes hinbekommen, womit wir weiterarbeiten können.“ Ein halbes Jahr soll die Homepage noch von der Schule und anschließend von der Stadt betrieben werden.

Umfangreiches Info-Angebot

Das Informationsangebot der Homepage ist trotz der vielen Absagen durch die wochenlange Arbeit der Schüler sehr umfangreich geworden: Der Benutzer erhält unter anderem Auskünfte zu sozialen Einrichtungen wie das Frauenhaus und das Gesundheitsamt. Ein mit Fotos veranschaulichter Besuch einer Arztpraxis erklärt den Flüchtlingen den typischen Ablauf, auch auf Englisch. 

Neben der ambulanten Versorgung informiert die Internetseite auch über die stationäre Versorgung im Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg. Bewusst haben die Schüler darauf geachtet, die Formulierungen der Texte einfach zu halten.

Die Klasse weist zudem darauf hin, welche Art der Unterstützung die Immigranten in Anspruch nehmen können. Aufklärung betreiben die Gymnasiasten auch bei der Drogenprävention und ein bilinguales Glossar umfasst wichtige Fachtermini. Interessierte können sich ab sofort selbst ein Bild von dem Projekt machen.

www.gff-row.de

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